Hundeernährung: kleine Sünden sind erlaubt | PARTNER HUND Magazin

Hundeernährung: kleine Sünden sind erlaubt

Kleine Sünden machen das Leben doch erst schön. Das gilt auch für den Hund – aber nur, wenn er gesund ist. Dann schadet der Löffel Vanilleeis oder das Stückchen Leberwurst dem Vierbeiner auch nicht.
 
 
Das richtige Futter für den Hund © animals-digital.de
Artgerechte Snacks sind besser.
Kleine kulinarische Köstlichkeiten darf man auch seinem Hund ab und zu gönnen. Doch die Grundernährung muss stimmen, sonst drohen auf lange Sicht Krankheiten. Wie aber muss eine ausgewogene Ernährung für Hund und Katze beschaffen sein? Die tägliche Nahrung soll den Organismus mit Energie, Baustoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Kohlenhydrate und Fette sind Energielieferanten, Eiweiße dienen vor allem als Baustoffe und Vitamine sind Hilfsstoffe, die viele verschiedene Aufgaben erfüllen. beschleunigen wichtige Körperfunktionen oder machen sie erst möglich.

Wichtige Bausteine für das Immunsystem

Einige Vitamine schützen vor Infektionen, in dem sie die körpereigene Abwehr unterstützen, und sie verlangsamen die Zellalterung, indem sie schädliche Substanzen abfangen. Mineralstoffe teilt man in zwei Gruppen ein, die Mengenelemente und die Spurenelemente. Mengenelemente sind beispielsweise Kalzium und Phosphor, die der Körper in relativ großen Mengen braucht, um ein stabiles Knochengerüst zu entwickeln. Nur in Spuren, also in winzigen Mengen, werden die sogenannten Spurenelemente benötigt. Jedes Lebewesen braucht alle genannten Stoffe, jedoch jede Tierart in einem anderen Verhältnis.

Das richtige Futter für den Hund

Der Hund zählt zu den Allesfressern und man könnte ihn notfalls sogar vegetarisch ernähren, doch wer an den Wolf in seinem Stammbaum denkt, wird  ihm Fleisch nicht verweigern. Der pflanzliche Anteil in der Nahrung sollte jedoch höher sein, als beispielsweise beim Katzenfutter. Denn neben den Beutetieren fressen Wölfe je nach Nahrungsangebot auch Beeren, Wurzeln und andere pflanzliche Kost. Ein Rezept für das perfekte Hundemahl kann pauschal nicht angegeben werden, denn je nach Rasse, Alter und Leistung unterscheiden sich die Bedürfnisse der Hunde erheblich. Diesen Unterschieden werden mittlerweile die verschiedenen Spezialfutter für Hunde gerecht.

Woran erkennt man das Idealgewicht beim Hund?

Echten Hunger kennen unsere Lieblinge meist nicht mehr. Im Gegenteil: Häufigster Fütterungsfehler ist die Überfütterung. Und Übergewicht ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Viele Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes mellitus und Gelenkschäden, werden durch Übergewicht ausgelöst oder verschlimmert. Aber woran erkennt man das Übergewicht? Ganz einfach: mit einem kritischen Blick. Ein Hund sollte von oben betrachtet eine deutliche Taille aufweisen und wenn man an seinem Brustkorb entlangstreicht, sollte man die Rippen spüren, aber nicht sehen können.

Allgemeine Regeln für die Fütterung

Futter soll immer frisch angeboten werden, denn selbst wenn es noch nicht offensichtlich verdorben ist, können sich krankmachende Bakterien in ihm vermehrt haben. Niemals darf Futter direkt aus dem Kühlschrank gereicht werden, lassen Sie es erst Zimmertemperatur annehmen. Zwei oder drei Mahlzeiten am Tag sind besser als eine. Trotzdem sollte insgesamt natürlich nicht zu viel gefüttert werden. Mit den kleinen Leckereien zwischendurch sollte man sparsam umgehen, denn man verliert leicht den Überblick, was der Hund bereits zu sich genommen hat. Viele Hundehalter begehen den Fehler, ihre Zuneigung durch das ständige Füllen des Futternapfs zu präsentieren. Aber Liebe geht nicht nur durch den Magen, man kann (und sollte) den Hund auch durch Zuwendung und gemeinsame Aktivitäten glücklich machen. Die machen nicht dick und festigen die Mensch-Tier-Beziehung.

Überflüssige Pfunde langsam abnehmen lassen

Am besten ist es natürlich, es gar nicht zu Übergewicht kommen zu lassen. Wenn die Vierbeiner einmal zu viel Speck auf den Rippen haben, sollte man Sie langsam abnehmen lassen. Radikalkuren sind gesundheitsschädlich. Es gibt für Hund und Katze kalorienreduzierte Futtermittel, die eine ausgewogene Ernährung auch während einer Abmagerungskur gewährleisten.
(Barbara Welsch, Tierärztin)
 
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