Grillreste können Hunde das Leben kosten | PARTNER HUND Magazin
Das sollte Ihr Hund nicht fressen

Grillreste können Hunde das Leben kosten

Viele Hundehalter lassen ihr Tier an der Grillsaison teilhaben und teilen mit dem Vierbeiner Steaks und Grillwürste. Damit tun sie ihrem Hund aber keinen Gefallen, sondern bringen ihn schlimmstenfalls in Lebensgefahr.
 
 
Grillreste können Hunde das Leben kosten © animals-digital.de
Vorsicht, nicht alle Fleischreste sind für den Hund geeignet.

Gefährliche Kost für Vierbeiner

Der Geruch von saftigen Steaks und Grillwürsten zieht wieder durch die Gärten. Des einen Freud, des anderen Leid: Denn damit mehren sich zeitgleich in den Tierarztpraxen die Notfälle: Besonders nach schönen Wochenenden werden montags Hunde mit massivem Erbrechen, Durchfällen und Verstopfungen vorgestellt. Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., warnt: „Das Verfüttern von Grillresten insbesondere mit Knochenanteilen kann lebensbedrohlich für Hunde werden.“

Knochensplitter verursachen innere Verletzungen

Knochensplitter durchbohren Darmwände wie Nadeln. Futterpartikel gelangen damit in die Bauchhöhle und führen zu dramatischen Entzündungen. Größere Knochenmengen verstopfen den Darm und verhindern eine Passage des Futterbreis. Der Hund kann keinen Kot mehr absetzen. Erwischt der Vierbeiner doch einmal gefährliche Kost, kann der Tierarzt noch ein bis zwei Stunden nach der Futteraufnahme den Hund durch eine Spritze zum Erbrechen bringen. „Auf diese Weise kam bei einem Riesenschnauzer der Knochen einer kompletten Schweinehaxe wieder zum Vorschein, und das am Stück! Das wäre nach hinten raus nicht gut gegangen“, berichtet Frau Dr. Hölscher von einem Fall.

Auffälliger Hund muss schnell zum Tierarzt

Hat der Hund aufgrund von Verstopfungen Probleme mit dem Kotabsatz, kann in Zweifelsfällen ein Esslöffel pflanzliches Öl auf zehn Kilogramm Körpergewicht verabreicht werden. Kommt aber auch noch Erbrechen hinzu, muss der Tierhalter spätestens dann einen Tierarzt aufsuchen. „Die beste Vorbeugung ist, auf die Verfütterung von Knochen komplett zu verzichten, vor allem, wenn der Hund bis dato kaum Knochen bekommen hat“, so das Resümee der Veterinärin.
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