Spezialdiät für vierbeinige Krebspatienten

Bei Hunden, die an Krebs erkranken, muss der Halter auf die richtige Ernährung achten: Sie soll dem Tier genug Energie liefern, es zugleich aber nicht belasten.
 
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Krebs ist die häufigste Todesursache bei Hunden. Fast 50 Prozent aller Hunde, die älter als zehn Jahre sind, erkranken an Krebs. Viele dieser Fälle können mit Hilfe der modernen Tiermedizin jedoch erfolgreich behandelt werden: Neben der chirurgischen Entfernung der Tumoren kommt inzwischen auch mehr und mehr die Chemotherapie zum Einsatz, die bei bestimmten Tumorarten die Überlebensdauer deutlich verlängern kann.

Der Tumor entzieht Nährstoffe

Ein Hauptproblem bei der Behandlung von Krebs-Patienten ist jedoch die Ernährung: Der Tumor verbraucht Nährstoffe und zwingt den Körper, eigene Reserven anzugehen. Es kommt zum Abbau von Muskeleiweiß, zur Verbrennung von Fett und zur deutlichen Abmagerung. Durch den entstehenden Nährstoffmangel leidet außerdem die Funktion des Immunsystems. Krebspatienten benötigen deshalb eine besondere Kost, die zum einen den Körper ausreichend mit Energie versorgt, gleichzeitig aber den Tumor möglichst kurz hält. Speziell auf diesen Bedarf zugeschnitten ist beispielsweise eine neue Diät, die beim Tierarzt erhältlich ist (Hill’s Prescription Diet Canine n/d) und für die Ernährung von Krebspatienten, insbesondere unter Chemotherapie, entwickelt wurde.

Weniger Kohlenhydrate für den kranken Hund

Das Futter enthält einen verringerten Anteil an Kohlenhydraten, um dem Tumor nicht zusätzlich Energie zu liefern, während der Fett- und Eiweißgehalt erhöht ist, damit die Körperreserven wieder aufgefüllt werden können. Durch Zusatz von Omega-3-Fettsäuren und der Aminosäure Arginin soll die Immunfunktion gesteigert und der Auszehrung entgegengewirkt werden. Das Futter ist nur als Dosenfutter und nur für Hunde erhältlich und kann während der gesamten Lebenszeit eines krebskranken Hundes gegeben werden. Es hat allerdings keine vorbeugende Funktion, eignet sich also nicht für gesunde Hunde, die wie gewohnt ernährt werden sollten.
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