Lebensmittel und Pflanzen, die Gift für den Hund sind | PARTNER HUND Magazin
Das sollte Bello nicht fressen

Lebensmittel und Pflanzen, die Gift für den Hund sind

Ein paar Minuten hat man nicht aufgepasst und schon kann es passiert sein: Der Hund hat etwas gefressen, was ihm nicht bekommt. Wir verraten Ihnen, was Sie Ihren Vierbeiner lieber nicht verspeisen lassen sollten.
 
Lebensmittel und Pflanzen, die Gift für den Hund sind. © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Pfoten weg! Das sollte der Hund nicht fressen.

Was uns schmeckt, muss noch lange nicht gut für den Hund sein. Es kann stark gesundheitsschädlich sein und sogar zum Tod führen. Der Grund ist, dass Hunde einige Lebensmittel anders verstoffwechseln, als der Mensch. Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund mit Gift in Berührung gekommen ist oder es aufgenommen hat, rufen Sie bitte sofort den Tierarzt an  - auch am Abend oder am Wochenende.

Giftige Lebensmittel – Schokolade und Co.

Zu den giftigen Lebensmitteln zählen Schokolade(!), einige Avocado-Sorten, Weintrauben und Rosinen, rohes Schweinefleisch und Zwiebeln jeglicher Art. Kleine Mengen können, müssen aber noch keine Vergiftungserscheinungen auslösen. Es kommt immer auch auf die Menge, das Körpergewicht des Hundes und die Hunderasse an.

Schokolade verursacht nicht nur gesundheitsschädlichen Hüftspeck, sondern kann bei den Vierbeinern schwere Vergiftungen verursachen. Denn Kakao enthält Theobromin, das in einer Dosis von 100mg pro kg Körpergewicht des Hundes tödlich wirkt. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es aber bereits bei sehr viel kleineren Mengen. Epileptische Hunde reagieren besonders heftig auf den Genuss von Schokolade. Schon ein winziges Stückchen kann schwere Anfälle auslösen. Bei anderen Hunden führt das Naschen nach vier bis zwölf Stunden zu folgenden Symptomen: Unruhe, Erregung, Erbrechen und Durchfall. Dazu kommen starker Harndrang bis zur Inkontinenz, Muskelzittern, Muskelkrämpfe und Lähmungen der Hinterhand. Der Tod des Tieres wird durch ein Versagen des Herzens verursacht. Erschwerend kommt hinzu, dass Hunde Theobromin nur sehr langsam ausscheiden. Wenn der Hund regelmäßig ein Stückchen Schokolade bekommt, kann es zu einer Anhäufung von Theobromin im Körper kommen. Je höher der Kakaoanteil in einer Schokolade, desto gefährlicher ist sie für Vierbeiner!

Bei den Avocados ist der Inhaltsstoff Persin für die Vergiftungserscheinungen verantwortlich. Auch hier kann es bei einer zu hohen Dosis zu einer tödlichen Herzmuskelschwäche kommen. Rohes Schweinefleisch kann den für Menschen ungefährlichen Pseudowut-Virus enthalten, der für Hunde tödlich ist. Trauben und Rosinen in großen Mengen können bei Hunden akutes Nierenversagen bewirken, was zum Tod führen kann. Zwiebeln in großen Mengen, egal ob roh, gekocht oder gedünstet, sie alle enthalten die Stoffe Allylpropyldisulfid und N-Propyldisulfid. Diese verursachen eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und können im weitern Verlauf eine lebensbedrohliche Blutarmut auslösen.

Giftige Pflanzen

Die Giftigkeit von Pflanzen wird oft unterschätzt. Meist wissen die Hundehalter nichts davon, dass sie eine für den Hund giftige Pflanze im Haus oder Garten besitzen. Zu den giftigsten Pflanzen, welche in der Natur vorkommen zählen: Goldregen, Eisenhut, Fingerhut, Seidelbast, Buchsbaum, Eibe, Maiglöckchen und Oleander. Die meisten dieser Pflanzen lösen starke Magen-Darmreizungen, mit Erbrechen und Durchfall aus. In größeren Mengen können aber sie auch zum Tod führen. Bei folgenden Zimmerpflanzen sollten Sie aufpassen: Efeu, Philodendron, Calla, Topfazalee, Primeln, Dieffenbachia, Weihnachtsstern und Korallenbäumchen.
Fotos: 
animals-digital.de
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