Krankheiten im Ausland | PARTNER HUND Magazin

Krankheiten im Ausland

Sommer, Sonne, Strand – jedes Jahr zieht Millionen von Menschen in die mediterranen Urlaubsparadiese. Ob man seinen Hund mitnehmen sollte?
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Informieren Sie sich rechtzeitig über Gefahren vor Ort.

Information Monate vor Reiseantritt

Vor einem Urlaub sollten sich Hundebesitzer am besten bereits einige Monate vor Reiseantritt von einem Tierarzt beraten lassen. Denn neben dem Risiko einer Leishmanioseinfektion sind auch die Risiken für eine Infektion mit Herzwürmern, Babesiose, Erlichiose oder Hepatozoonosen in den Urlaubsgebieten erheblich höher als in Deutschland. Zwar sind diese Krankheiten vorwiegend im Mittelmeerraum heimisch, doch auch andere Urlaubsgebiete beherbergen die Erreger. Erkundigen Sie sich daher vor der Reise, ob es an Ihrem Traumziel ein Problem damit gibt.

Die Urlaubskrankheiten

Wie Leishmaniose werden auch Herzwürmer durch Stechmücken übertragen. Vorbeugen kann man einem Herzwurmbefall durch Mücken abwehrende Maßnahmen und spezielle Antiparasitika vom Tierarzt. Gegen Leishmaniose ist seit 2001 ein Protectorband beim Tierarzt erhältlich, das dem Hund aber mindestens zwei Wochen vor Urlaubsantritt angelegt werden muss, damit es zuverlässig wirkt. Die Überträger von Babesiose, Ehrlichiose oder Hepatozoonose sind Zecken. Gegen eine Infektion mit diesen Erkrankungen hilft nur ein konsequenter Zeckenschutz.

Gesundheitscheck danach

Die bayerische Landestierärztekammer empfiehlt Tierbesitzern, die den Urlaub mit ihrem Hund in Ländern des Mittelmeerraumes oder auf den Kanarischen Inseln verbracht haben, ihr Tier auf Reisekrankheiten untersuchen zu lassen. Reisekrankheiten können erst viele Monate nach der Reise auftreten. Sie können zu Fieber, Abmagerung, Durchfall, Blutarmut, Herzschwäche und Gelbsucht führen. Insbesondere Hunde, die nicht durch wirksame prophylaktische Maßnahmen vor Zecken und Mücken geschützt waren, sollten dringend beim Tierarzt vorgestellt werden. Dies gilt auch für Hunde, die aus diesen Regionen stammen und mitgenommen wurden. Durch eine Blutuntersuchung lässt sich feststellen, ob das Tier während des Aufenthaltes in mediterranen Ländern mit Erregern von so genannten Reisekrankheiten angesteckt wurde, und der Tierarzt kann eine Behandlung einleiten, noch bevor diese Infektionen beim Hund zum Ausbruch von Krankheitssymptomen führen. In unklaren Fällen muss die Untersuchung nach drei bis vier Wochen wiederholt werden.
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