Tollwut beim Hund | PARTNER HUND Magazin

Tollwut beim Hund

In Mittel- und Südamerika, Afrika und Südasien sterben heute noch jährlich Tausende von Menschen an der tödlichen Seuche.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Das Tollwut-Virus gelangt durch einen Biss mit dem Speichel in die Wunde.

Definition

Die Tollwut ist eine schnell verlaufende, virale und lebensbedrohliche Gehirnentzündung. Andere Namen sind Lyssa, Rabies oder Hydrophobie, aufgrund der Furcht vor Wasser, welche die Erkrankten entwickeln.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Das Virus gelangt durch einen Biss mit dem Speichel in die Wunde. Von dort aus wandert der Erreger ins zentrale Nervensystem zu den Spinalganglien (aus dem Rückenmark entspringende Nerven). Nach einer Vermehrung, wandern die Viren in das Gehirn, wo eine erneute starke Vermehrung beobachtet wird. 

Klinisches Bild - Symptome

Bis die Krankheit nach einer Infektion ausbricht, vergehen in der Regel 14 bis 60 Tage. Die Krankheit beginnt meist mit einer Wesensveränderung. Der Hund kann aggressiv und bissig werden. Er zeigt außerdem einen gesteigerten Geschlechtstrieb und fängt grundlos an zu bellen. Nach einiger Zeit stellen sich Lähmungen ein. Kehlkopflähmungen lassen die Stimme heiser bis tonlos erscheinen. Da auch das Unterkiefer, der Rachenraum und die Speiseröhre gelähmt sind, kommt es zum typischen Speicheln mit Schaum vor dem Mund und heraushängender Zunge. 

Prognose

Die Krankheit führt nach Ausbruch innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.

Prophylaxe

Ist die Krankheit ausgebrochen oder besteht auch nur der Verdacht der Ansteckung der Krankheit, muss das Tier sofort eingeschläfert werden. So schreibt es die „Verordnung zum Schutz gegen Tollwut“ vom 11. April 2001 vor. Es sei denn, die Grundimmunisierung liegt mindestens 3 Wochen und höchsten 12 Monate zurück und letzte Wiederauffrischungs-Immunisierung ist nicht mehr als 12 Monate her.
 
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