Krankheitsbild Leishmaniose | PARTNER HUND Magazin

Krankheitsbild Leishmaniose

Eine der gefährlichsten Krankheiten, die sich der Hund im Urlaub im Mittelmeerraum zuziehen kann, ist die Leishmaniose.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Trotz intensiver Forschung konnte noch keine praxisreife Impfung gegen Leishmaniose entwickelt werden.

Definition

Die Leishmaniose ist eine durch Protozoen (Einzeller) verursachte Erkrankung der Haut und der Eingeweide. Das Verbreitungsgebiet sind die Tropen und der Mittelmeerraum.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die Übertragung der Krankheit erfolgt durch die Sandstechmücke der Gattung Phlebotomus beim Blutsaugen. Sobald die Parasiten in die Blutbahnen gelangen, befallen Sie besondere Abwehrzellen, die großen Fresszellen (Makrophagen), und vermehren sich in ihnen explosionsartig. Schließlich zerplatzen die Makrophagen und setzen die „neugeborenen“ Leishmanien frei, die nun die nächsten Fresszellen befallen. 

Klinisches Bild - Symptome

Die Tiere erkranken etwa 1 bis 18 Monate nach einem Auslandsaufenthalt, so dass häufig kein kausaler Zusammenhang mehr hergestellt wird. Der Hund magert zunehmend ab, wobei die Haut schuppig  und rissig wird. Die Haare werden stumpf und fallen immer mehr aus. Die Erreger befallen aber auch die Lymphknoten und innere Organe, vor allem die Milz und die Nieren. Weitere Symptome sind Fieberschübe, Durchfall, Nasenbluten, Augenentzündungen und Lahmheit.

Prognose

Die Therapie ist langwierig und kann sehr teuer werden. Eine völlige Heilung ist dabei nicht möglich, denn in der Regel werden die Erreger nur zurückgedrängt, aber nicht völlig vernichtet. Eine konsequent durchgeführte Therapie kann den Hunden ein beschwerdearmes bis beschwerdefreies Leben über Monate oder Jahre ermöglichen, wobei immer mit Rückfällen zu rechnen ist. 

Prophylaxe

Trotz intensiver Forschung konnte noch keine praxisreife Impfung gegen Leishmaniose entwickelt werden. Daher müssen Hunde vor allem vor den übertragenden Sandmücken geschützt werden. Dies geschieht durch mückenabwehrende, pyrethroidalhaltige Ektoparasitika. Diese Präparate gibt es als Halsbänder und SpotOn-Präparate. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt ein geeignetes Präparat empfehlen.
 
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