Krankheitsbild Infektiöse Tracheobronchitis (Zwingerhusten) | PARTNER HUND Magazin

Krankheitsbild Infektiöse Tracheobronchitis (Zwingerhusten)

Der Name Zwingerhusten könnte vermuten lassen, dass nur Hunde, die im Zwinger gehalten werden diese Krankheit bekommen. Damit liegen Sie aber falsch.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Beim unkomplizierten Zwingerhusten ist die Prognose recht günstig.

Definition

Der Zwingerhusten ist eine infektiöse Erkrankung der Luftwege des Hundes, die durch unterschiedliche Virusarten ausgelöst wird. Die Krankheit tritt vor allem bei Hundeansammlungen und in Stresssituationen auf.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die verantwortlichen Viren bezeichnet man als Primärviren, da sie die Schleimhaut der Atemwege schädigen und somit die Ansiedlung von Bakterien (u.a. Bordatella bronchiseptica) erleichtern. Die Erreger werden durch Husten weit verbreitet und durch Inhalation aufgenommen. Nach Besiedlung der Schleimhäute, erfolgt eine örtliche Vermehrung des Virus. Das reicht bereits aus, um die Krankheit auszulösen. Durch eine bakterielle Sekundärinfektion, verläuft die Erkrankung jedoch schwerer, beschränkt sich aber meist auf die oberen Luftwege.

Klinisches Bild - Symptome

Die Inkubationszeit variiert zwischen zwei und mehreren Tagen. Anfangs macht sich ein trockener, sehr lauter Husten bei ungestörtem Allgemeinbefinden breit. Eventuell hat der Hund noch zusätzlich einen wässrigen Nasenausfluss und Mandelentzündung. Später kann sich das Krankheitsbild verschlimmern und zu Fieber, eitrigem Nasen- und Augenausfluss und Lungenentzündung führen. Die Tiere verlieren den Appetit und das Allgemeinbefinden ist deutlich gestört. Die Krankheit kann viele Wochen dauern.

Prognose

Beim unkomplizierten Zwingerhusten ist die Prognose recht günstig. Bei Komplikationen und bereits entstandener Pneumonie (Lungenentzündung) dauert die Behandlung oft sehr lange.

Prophylaxe

Durch Kombinationsimpfstoffe können Sie Ihren Hund automatisch bei der jährlichen Wiederholungsimpfung schützen lassen. Bei viel Kontakt zu fremden Hunden oder wenn in nächster Zeit eine Stresssituation bevorsteht, reicht dieser Schutz häufig nicht aus. In solchen Fällen sollten Sie Ihren Hund zusätzlich gegen Bordetella brochiseptica schützen. Dafür steht ebenfalls ein Impfstoff zur Verfügung. Da die Eintrittspforte des Keims die Nasenschleimhaut ist, wird auch der Impfstoff in die Nase geträufelt. So baut sich in kürzester Zeit dort eine Immunität auf.
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