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Krankheitsbild Babesiose

Die Babesiose oder Hundemalaria, wie sie oft auch genannt wird, ist nun auch in unseren Breitengraden auf dem Vormarsch.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die Babesiose kann, wenn sie unbehandelt bleibt, tödlich enden.

Definition

Die Babesiose ist eine durch Einzeller der Gattung Babesia  ausgelöste Anämie. Die Babesien zerstören die roten Blutkörperchen, wodurch das Hämoglobin (eisenhaltiger roter Blutfarbstoff) frei wird. Nicht selten kommt es dabei auch zu einer Gelbsucht.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die Krankheit wird durch Zecken übertragen. Die in unseren Breitengraden verantwortlichen Zeckenarten sind Rhicephalus sanguineus (Braune Hundezecke) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Nach der Infektion des Hundes wandert der Erreger in die roten Blutkörperchen (Erythrocyten), wo er sich vermehrt. Anschließend verlässt er die Wirtzelle, um andere Erythrocyten zu befallen.

Klinisches Bild - Symptome

Die Inkubation dauert zwei Tage bis fünf Wochen. Die Symptome sind ein gestörtes Allgemeinbefinden, Fieber mit weit über 40°C und Apathie. Außer der sich rasch ausbildenden Gelbsucht kann man bei vielen Hunden eine stark vergrößerte Milz erkennen, die den ganzen Mittelbauch ausfüllen kann. In einigen Fällen ließ sich auch eine Vergrößerung der Leber feststellen.

Prognose

Die Babesiose kann, wenn sie unbehandelt bleibt, tödlich enden. Sollte Ihr Hund die oben genannten Symptome aufweisen, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Prophylaxe

Impfprophylaxen sind in Deutschland nicht erlaubt, da die Impfstoffe hier nicht zugelassen sind. Verwenden Sie daher in der Zeit von März bis Mai und von September bis Oktober Spot-on-Präparate als Zeckenschutz.
 
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