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Krankheitsbild Pemphigus

Pemphigus – eine nicht zu unterschätzende autoimmun vermittelte Dermatose beim Hund.
 
Krankheitsbild Pemphigus © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Es lassen sich vier Formen von Pemphigus unterscheiden.

Definition

Der Begriff "Pemphigus" stammt aus dem Griechischen ("pemphix") und bedeutet soviel wie "Blase". Bei der Erkrankung handelt es sich um eine blasenbildende Autoimmunerkrankung der Haut bzw. Schleimhaut.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die Ursache für den Ausbruch einer solchen Krankheit ist noch unklar. Zur Diskussion stehen Medikamente und psychische Belastung. Der Körper beginnt Antikörper gegen körpereigene Strukturen und Moleküle zu bilden. Das hat eine Störung der Proteinsynthese der Zellen zur Folge. Es wird ein Enzym gebildet, das den Zellverband von Keratinozyten (Hautzellen, die etwa 90% der Epidermis ausmachen) auflöst. Es entstehen Hohlräume, in die interstitielle Flüssigkeit einfliesen kann, wodurch wiederum eitrige Blasen entstehen können.

Klinisches Bild - Symptome

Es lassen sich vier Formen von Pemphigus unterscheiden. Davon tritt bei Hunden aber der Pemphigus foliaceus am häufigsten  auf. Zu Beginn lassen sich Hautrötungen, Schuppen, Krusten und nässende Ekzeme beobachten. Charakteristisch ist die Lage des Pemphigus: um die Augen, auf dem Nasenrücken, um die Nasenöffnungen und die Mundspalte, die Ohren und die Zehen. Zu den anfänglichen Symptomen eine Hauterkrankung können noch Fieber und ein gestörtes Allgemeinbefinden auftreten. Außerdem ist es möglich, dass die Oberfläche der Hautschicht aufreißt. Dies macht eine bakterielle Sekundärinfektion wahrscheinlich.

Prognose

Wird Ihr Hund von einem Tierarzt behandelt, so ist die Prognose recht günstig. Nach dem Absetzen der Therapie kommt es aber nicht selten zu einem Rückfall der Krankheit.
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