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Krankheitsbild ED (Ellbogendysplasie)

Bei großen Hunderassen, die zu schnell zu schwer werden, leiden vor allem die Ellbogen-Gelenke.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
unde mit einer Ellbogendysplasie sollten aufgrund der Vererbbarkeit der Erkrankung, von der Zucht ausgeschlossen werden.

Definition

Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine vererbte, chronisch verlaufende Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks bei schnellwüchsigen Hunderassen.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die Ellbogendysplasie ist eine Erbkrankheit, die polygenetisch, als über mehrere Gene, vererbt wird. Da aber noch nicht bekannt ist, welche Gene genau daran beteiligt sind, lässt sich kein Gentest für die Erkrankung durchführen. Eine falsche Fütterung während der Wachstumsphase kann das Ausbrechen der Ellbogendysplasie begünstigen. Hunde großer Rassen verdoppeln anfangs beinahe jeden Monat ihr Gewicht. Dabei wirken sie mit ihrem großen Kopf und den riesigen Pfoten trotzdem so, als können sie noch eine Extraportion Futter vertragen. Lassen Sie sich von dem Eindruck nicht täuschen: Gerade „Riesenwelpen“ werden oft zu reichhaltig gefüttert und wachsen zu schnell. Auf den Gelenken lastet dann ein erhöhtes Gewicht bei ungünstiger Hebelwirkung. Da das Knochenwachstum zu einem guten Teil an den Gelenkflächen auftritt, wird außerdem die Knorpelschicht zu dick. Die Folge: Risse und kleine Brüche entstehen, später kommt es zu Gelenksschäden und Arthrosen.

Klinisches Bild - Symptome

Beim Hund fällt auf, dass er im Bereich der Vordergliedmaßen anfängt zu lahmen. Dabei knickt das Ellbogengelenk zum Körper hin ein, während die Pfote nach außen wegknickt. Das gesamte Bein scheint nach innen gedreht zu sein. Das Gehen bereitet dem kranken Vierbeiner zunehmend mehr Schmerzen. Die Krankheit wird in drei Schweregrade unterteilt, wobei der Grad eins, der Schwächste und der Grad drei, der Schwerste ist.

Prognose

Sobald eine ED festgestellt wird, sollte so schnell wie möglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Noch bevor sich aus der Ellbogendysplasie eine Arthrose ausbilden kann, sollten die abgesplitterten Gelenkteile chirurgisch entfernt werden. Anschließend muss sich der Hund die nächsten Wochen ruhig halten und sollte soweit das möglich ist, in einem Käfig verbleiben. Die Krankheit ist nicht heilbar und sie wird ein leben lang voranschreiten, es kann meist jedoch eine weitgehende Schmerzfreiheit erreicht werden.
Bei übergewichtigen Hunden, muss unbedingt das Gewicht reduziert werden. Hunde mit einer Ellbogendysplasie sollten aufgrund der Vererbbarkeit der Erkrankung, von der Zucht ausgeschlossen werden.
 
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