Erbrechen beim Hund | PARTNER HUND Magazin

Erbrechen beim Hund

Erbrechen ist eins der häufigsten aber auch vieldeutigsten Symptome. Es kann harmlos sein, kann aber auch lebensbedrohlich werden.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Auch Hunden kann schlecht werden.

Definition

Beim Erbrechen entleert sich der Magen entgegen der natürlichen Richtung, durch Kontraktion der Muskeln der Speiseröhre. Die Nahrung fließt dabei über den Rachen und Mund hinaus.

Ursachen

Diesem Symptom können die unterschiedlichsten Krankheiten zugrunde liegen. Die erste Möglichkeit ist, dass eine Krankheit des Gastrointestinaltraktes und der Bauchhöhle vorliegt (z.B. Gastritis, Pankreatitis). Weitere Möglichkeiten sind das Vorliegen einer systemischen Erkrankung (Akute Infektionskrankheit), einer hormonellen Störung (Diabetes mellitus) oder einer Störung des zentralen Nervensystems (Tumor). Des Weiteren können auch Vergiftungen, psychische Faktoren, Fremdkörper und Schmerzen zum Erbrechen führen.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Das Erbrechen ist reflektorisch bedingt und wird über das Stammhirn gesteuert. Zahlreiche Organe besitzen so genannte Brechrezeptoren, die dann das Signal an das Stammhirn weiterleiten. Vor allem in Speiseröhre, Magen und Darm sind solche Rezeptoren anzutreffen. Der Zwölffingerdarm erfüllt dabei einen ganz besonderen Zweck: Nach schneller Futteraufnahme von großen Mengen, dehnt sich der Dünndarmabschnitt und löst dadurch den Brechreiz aus.

Klinisches Bild - Symptome

Vor dem Erbrechen kommt es zu einer verstärkten Speichelabsonderung aus den Speicheldrüsen. Es folgen starke Kontraktionen der Bauchmuskulatur, die schließlich den Ausstoß der Nahrung aus dem Magen bewirken. Begleitet wird der Vorgang durch charakteristische Lautäußerungen. Gelegentliches Erbrechen, bei normaler Futter- und Flüssigkeitsaufnahme, zieht noch keine weiteren Symptome nach sich. Erbricht Ihr Hund jedoch mehrere Male am Tag über einen längeren Zeitraum hinweg, kann das schwere Gesundheitsstörungen zur Folge haben. Grund sind der Wasser- und Elektrolytverlust. Der Flüssigkeitsverlust kann in schweren Fällen zu Herz- und Kreislaufbelastungen bis hin zum Kreislaufschock führen. Der Körper verliert durch das Erbrechen vor allem Wasserstoff-, Kalium- und Chloridi onen, was sich im ansteigenden Blut-pH-Wert (Alkalose) bemerkbar macht.

Prognose

Die Prognose ist allein von der Grundkrankheit abhängig.

Therapie

Eine wirksame Therapie lässt sich erst nach der Diagnose der Ursache durchführen. Bei länger anhaltendem Erbrechen und dadurch resultierter Dehydratation, müssen bilanzierte Elektrolytlösungen gegeben werden, um den Wasser-Elektrolyt-Haushalt auszugleichen. Daher sollten Sie in so eine Fall unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
 

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