Krankheitsbild Harnkonkremente | PARTNER HUND Magazin

Krankheitsbild Harnkonkremente

Harnkonkremente, auch unter dem Namen "Harngrieß" bekannt, sind Steinchen, die eine der schmerzhaftesten Harnwegserkrankungen verursachen.
 
Krankheitsbild Harnkonkremente © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die Prognose ist stark abhängig von der Lage der Steine.

Definition

Harnkonkremente sind Steinbildungen im Bereich der harnabführenden Organe, insbesondere der Niere und des Beckens.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Eine mögliche Ursache für die Bildung von Harnkonkrementen, sind Entzündungen der harnabführenden Organe mit Änderung der pH-Werts. Dadurch bilden sich Kristallisationskerne. Eine weitere Möglichkeit ist die Konzentrierung durch Wassermangel, besonders bei Trockenfütterung. Des Weiteren kann ein Vitamin-A-Mangel bestehen oder der Hund leidet unter einer genetisch festgelegten Stoffwechselanomalie oder einer viralen Infektion.

Klinisches Bild - Symptome

Die Symptome hängen von der Lage, der Größe und der Menge der Steine ab. Bei Blasensteinen kommt es zu einer erschwerten und schmerzhaften Harnentleerung (Dysurie) mit terminaler Hämaturie (Blut im Urin). Nierenbeckensteine hingegen führen zur Hämaturie des gesamten Harns. Besonders auffällig ist der schmerzhafte Harndrang. Der Hund versucht ständig Harn abzusetzen.

Prognose

Die Prognose ist stark abhängig von der Lage der Steine. Verschließt sich die Harnröhre komplett, kann es zu schweren Harnröhren- und Blasenschäden kommen. Dies kann eine beidseitige Druckerhöhung im Nierenbecken auslösen, was eine  tödliche Harnvergiftung zur Folge hat. Je früher die Harnwegserkrankung behandelt wird, desto besser ist also auch die Prognose. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Tier an einer Erkrankung des Harnapparates leidet, sollten Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren