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Krankheitsbild Hypothyreose

Müdigkeit und Lustlosigkeit sind neben der Neigung zum Fettansatz wohlbekannte Symptome der Schilddrüsenunterfunktion.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die Symptome der Hypothyreose sind zunächst unauffällig, da die Krankheit schleichend voranschreitet.

Definition

Eine Hypothyreose ist eine Unterfunktion der Schilddrüse mit Verminderung der Sekretion der Jodhormone Thyroxin (T4) und Trijodthronin (T3).

Die Funktion der Schilddrüsenhormone

Thyreoglobulin ist die Muttersubstanz der beiden Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, die im Körper mannigfaltige Wirkungen haben: Sie fachen den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel an und sind also mitverantwortlich für die korrekte Verwertung aller Nährstoffe und die Versorgung aller Zellen mit Energie. Außerdem regulieren sie den Wärmehaushalt und haben Einfluss auf die Produktion und Ausschüttung anderer wichtiger Hormone.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden zu wenig dieser Hormone gebildet mit der Folge, dass fast alle Vorgänge im Körper nur noch verlangsamt ablaufen. Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion ist äußerst selten. Auch andere Ursachen wie Jodmangel oder eine Störung übergeordneter Zentren wie der Hypophyse spielen bei der Entstehung keine große Rolle. In etwa 95% der Fälle wird die Schilddrüsenunterfunktion von einer Autoimmunerkrankung verursacht. Dabei lösen körpereigene Abwehrzellen eine Entzündung der Schilddrüsenzellen aus und zerstören sie.

Klinisches Bild - Symptome

Die Symptome der Hypothyreose sind zunächst unauffällig, da die Krankheit schleichend voranschreitet. Außerdem sind die Symptome außerordentlich vielfältig und können von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Meist wird der Hund zunächst träge und lustlos, will viel schlafen und erweist sich als leistungsschwach. Aber es sind auch Fälle beschrieben worden, in denen gutmütige Tiere durch die Schilddrüsenunterfunktion aggressiv wurden. Viele der betroffenen Hunde nehmen an Gewicht zu, obwohl sie normal fressen. Oft reagiert die Haut auf den Hormonmangel. Das Haarkleid wird stumpf, und es kann durch Haarausfall zu kahlen Stellen kommen. Durch den Verlust des Deckhaars entsteht der Eindruck eines Babyfells. Rüden und Hündinnen werden im Laufe der Krankheit unfruchtbar. 

Prognose

Geheilt kann diese Krankheit nicht werden. Doch Sie können dem Hund hervorragend helfen: Er muss nur lebenslang mit den fehlenden Hormonen versorgt werden – durch Tabletten, die er zweimal täglich bekommt. Die genaue Dosis wird individuell ermittelt. Dazu werden die Blutwerte des Hundes in der ersten Zeit der Medikamentengabe kontrolliert. Nach vier Wochen sind die ersten Erfolge erkennbar, nach weiteren drei Monaten sollten die meisten Symptome verschwunden sein. Dem fast normalen Leben steht nichts im Weg.
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