Krankheitsbild Obstruktion der oberen Luftwege | PARTNER HUND Magazin

Krankheitsbild Obstruktion der oberen Luftwege

Gerade brachyzephale Rassen, wie Pekinese oder Mops, leiden sehr oft unter einer Obstruktion der oberen Luftwege.
 
Krankheitsbild Obstruktion der oberen Luftwege © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die Krankheit der Obstruktion der oberen Luftwege tritt verhäuft bei brachyzephalen Rassen auf.

Definition

Bei der Obstruktion der oberen Luftwege kommt es ständig oder während einer forcierten Atmung zur Verengung der Luftwege, was die Atmung wiederum erschwert.

Krankheitsentstehung und -entwicklung

Die Krankheit der Obstruktion der oberen Luftwege tritt verhäuft bei brachyzephalen Rassen (Hunde mit kurzen und breiten Nasen, wie Pekinese) auf, da eben diese Rassen die Eindellung des Nasenknorpels aufweisen. Ein weiteres charakteristisches Rassemerkmal ist das überlange Gaumensegel (beweglicher Teil des Gaumens), das zusätzlich das Einatmen erschwert. Aufgrund der forcierten Atmung kommt es dann noch zu einer entzündlichen Umfangsvermehrung des weichen Gaumens.

Klinisches Bild - Symptome

Im Vordergrund steht das, je nach Schweregrad der Erkrankung mehr oder weniger ausgeprägte, Atemgeräusch. Vor allem bei Anstrengung wird es hörbar und kann zur Atemnot mit Blaufärbung der Schleimhäute kommen. Hinzu tritt eine Blähung der Lunge, welche anfangs noch reversibel ist. Auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel über der Herzbasis oder im Magen, können Luftblasen, als Ausdruck von Atemnot, auftreten.

Prognose

Ist es möglich die Verengung operativ zu entfernen, so ist die Prognose sehr günstig und der Hund kann beschwerdefrei leben. Andernfalls kann die Erkrankung in schweren Fällen sehr quälend für das Tier sein und sogar zu Herz- und Lungenschäden führen. Wir möchten hier auch auf den Qualzuchtparagraphen §11b des Tierschutzgesetzes hinweisen. Danach ist es „verboten Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.“
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