Gesundheitsvorsorge für Welpe und Junghund | PARTNER HUND Magazin

Gesundheitsvorsorge für Welpe und Junghund

Hier geben wir Ihnen einige Tipps zu Gefahrenvermeidung und Gesundheitsvorsorge bei Welpen – So bleibt Ihr kleiner Racker gesund!
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sollten Sie mit Ihrem neuen Familienmitglied den Tierarzt aufsuchen.

Bevor der Welpe einzieht

Wenn ein Hundewelpe im Alter von etwa acht Wochen bei seiner neuen Familie einzieht, kann man ihn durchaus mit einem Kleinkind vergleichen. Ohne Gefahrenbewusstsein, wissensdurstig und tollpatschig tapst er von einem Abenteuer zum anderen. Steckdosen, Zimmerpflanzen, Wollknäuel, Stromkabel – alles kann zu einer Gefahr für ihn werden. Bevor das Hündchen kommt, machen Sie es also so, wie es Eltern von Kleinkindern empfohlen wird. Gehen Sie auf alle Viere, krabbeln Sie jeden Quadratmeter Wohnung ab  und halten Sie Ausschau nach allem, was den vierbeinigen Entdeckungsreisenden gefährden könnte. Sie werden staunen, wie viele Gefahrenquellen Sie finden! Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme sollten Sie Welpen während der ersten Wochen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Der erste Besuch beim Tierarzt

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sollten Sie mit Ihrem neuen Familienmitglied den Tierarzt aufsuchen. Er wird den Gesundheitszustand des Hundekindes feststellen und legt mit Ihnen einen individuellen Fahrplan für die nötigen Impfungen und Entwurmungen fest. Welpen, die aus guter Haltung stammen, sind in der Regel bereits das erste Mal gegen Parvovirose (P), Staupe (S), ansteckende Leberentzündungen (H) und Leptospirose (L) geimpft worden. Ist dies der Fall, sollte in der zehnten Woche nochmals gegen SHPL und zusätzlich gegen Tollwut (T) geimpft werden. Empfehlenswert ist es ein halbes Jahr später nochmals gegen SHPLT zu impfen, um sicher zu sein, dass die Impfung wirksam ist.

Parasitenfrei vor der Grundimmunisierung

Vor einer Impfung sollte ein Welpe weitgehend frei von Parasiten sein. Denn Parasiten, insbesondere Würmer, können die Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigen. Man muss davon ausgehen, dass jeder Hundewelpe zumindest von Spulwürmern befallen ist, denn die Larven dieser Wurmart werden mit der Muttermilch übertragen. Aufgrund des Lebenszyklus dieser Parasiten reicht eine Entwurmung nicht aus. Da sich die Würmer in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien auch in unterschiedlichen Körperregionen und Organen aufhalten, werden nur die Parasiten, die sich tatsächlich im Darm aufhalten, von einem Wurmmittel erreicht. Das bedeutet, dass Welpen in regelmäßigen Abständen entwurmt werden müssen, um alle Wurmgenerationen sicher abzutöten.

Gesundheitserziehung

Viele Hunde lassen sich nur ungern an Fang, Ohren oder Pfoten berühren. Einige Tiere reagieren sogar aggressiv und können nur unter Beruhigungsmitteln oder mit Maulkorb untersucht werden. Das bedeutet für Hund, Halter und Tierarzt Stress. Von Anfang an sollten Sie Ihren Welpen an Berührungen an allen Körperteilen gewöhnen. Er soll lernen, dass Berührungen durch Menschen angenehm sind. Mehrmals täglich sollten Sie ihm in die Ohren sehen, die Lefzen heben, das Zahnfleisch berühren, die Pfoten untersuchen usw. Belohnen Sie ihn, wenn er still hält. Empfehlenswert ist es, den Welpen liebevoll und sanft, aber konsequent an das Zähneputzen zu gewöhnen – das erspart ihm eventuell schmerzhafte Zahnprobleme und Ihnen Tierarztkosten.
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