Gebärmuttervorfall bei der Hündin | PARTNER HUND Magazin

Gebärmuttervorfall bei der Hündin

Beim Gebärmuttervorfall stülpen sich beim Hund beide Hörner des Uterus in sich selbst ein und treten durch die Scheide nach außen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Probleme mit der Gebärmutter treten häufig kurz nach der Geburt auf.

Wer erkrankt?

Meist trifft ein solcher Vorfall Hündinnen am Ende einer Geburt. Es kann aber auch sein, dass sich ein Gebärmuttervorfall schon während der Geburt ereignet. Oft ist eine erschlaffte Gebärmutter die Ursache, die durch starken Druck der Bauchmuskeln nach außen gepresst werden kann. Dieser Vorgang ist normalerweise nur innerhalb der ersten zwölf Stunden nach einer Geburt möglich, weil der Geburtskanal dann noch völlig geöffnet ist.

Wie erkennt man es?

Es können verschiedene Grade bei Vorfällen beobachtet werden. Das reicht von einem kleinen Wulst am Scheidenausgang über ein fleischfarbenes, ballonartiges Gebilde, das aus der Scheide hervordrängt, bis zu einem vollständig umgestülpten Uterus. Dieser hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Darm, da die Schleimhaut seiner Innenseite nach außen gekehrt ist.

Was ist zu tun?

Da die Hündin bestimmt versuchen wird, die Gebärmutter zu belecken und sogar anzuknabbern, ist es unbedingt zu empfehlen, den Vorfall mit sauberen, feuchten und kühlen Tüchern zu bedecken. Dadurch kann auch ein weiteres Anschwellen hinausgezögert werden. Dann muss die Hündin sofort zum Tierarzt gebracht werden, der eventuell Gebärmutter und Eierstöcke durch eine Operation entfernt, vor allem wenn es sich um einen größeren Vorfall handelt.

Wie kann man vorbeugen?

Eine sinnvolle Vorbeugung gibt es nicht, da häufig eine Bindegewebsschwäche eine Rolle spielt, was nicht vorhersehbar ist.
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