Trächtigkeit und Geburt | PARTNER HUND Magazin

Trächtigkeit und Geburt

Eine Hundegeburt ist für jeden, der sie erleben darf ein tolles Ereignis.
 
Trächtigkeit und Geburt bei Hunden © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Eine normale Trächtigkeit der Hündin dauert zwischen 60 und 69 Tage.

Relaxin als Indikator für eine Trächtigkeit

Ein sicherer Nachweis ist mit Hilfe der Relaxinbestimmung im Blutserum möglich. Relaxin ist ein Hormon, das während der Trächtigkeit gebildet und nur weiterproduziert wird, wenn die Früchte im Mutterleib am Leben sind. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, eine Trächtigkeit von einer Scheinträchtigkeit abgrenzen zu können, zusätzlich lässt sich die Vitalität der Ungeborenen beurteilen.

Die ersten fünf bis sechs Wochen

Eine normale Trächtigkeit der Hündin dauert zwischen 60 und 69 Tage. Am Anfang der Trächtigkeit muss noch nicht so viel beachtet werden und auch die Futtrmenge muss noch nicht erhöht werden.

Das letzte Drittel

Ab dem 40. Tag merkt man langsam eine Umfangsvermehrung, ein verdicktes Gesäuge und einen verstärkten Appetit bei der Hündin. Ab sofort sollten Sie auch ein spezielles Futter für tragende und laktierende Hündinnen geben, denn gerade im letzten Drittel der Trächtigkeit nehmen die Welpen immens an Gewicht und Größe zu. Bereits jetzt sollten Sie sich um eine geeignete Wurfkiste kümmern, die Sie der Hündin zeigen, damit sie sich daran gewöhnen kann.

Kurz vor der Geburt

Zehn bis sechs Tage vor der Geburt sinkt die Körpertemperatur auf 37 bis 38 Grad Celsius ab. Deshalb ist es auch sinnvoll, täglich die Temperatur zu kontrollieren. Denn merken Sie nochmals einen deutlichen Abfall um 1,5 Grad auf 36,5, ist dies ein unwiderrufliches Zeichen der bevorstehenden Geburt. Hinzu kommen noch sehr auffällige Verhaltensweisen der Hündin wie häufiges Urinieren, Belecken der Vulva, Nestbauverhalten, Futterverweigerung und Unruhe.

Die Geburt

Merken Sie die ersten Bauchpressen oder einen grünlichen Ausfluss aus der Scheide, dann haben die Wehen eingesetzt. Zwischen den einzelnen Welpen kann es wenige Minuten aber auch länger als eine Stunde dauern. Die Mutterhündin durchtrennt normalerweise selbst die Nabelschnur, befreit die Welpen von der Fruchthülle und regt mit Belecken die Atmung an. Achten Sie darauf, dass mit jedem Welpen eine Nachgeburt abgeht. Die meisten Hündinnen fressen die Nachgeburt, die sehr proteinreich ist und der Hündin viel Energie nach der anstrengenden Geburt liefert.

Nummer des Tierarztes bereithalten

Normalerweise schafft eine gesunde Hündin die Geburt alleine, aber für den Notfall ist es angeraten, die Telefonnummer Ihres Tierarztes bereitzuhalten, einfach zu Ihrer Sicherheit.

Wann ist es vorbei?

Ob die Geburt vollständig beendet ist, erkennt man meistens an dem Benehmen der Hündin. Sie legt sich dann, nachdem sie sich erst noch geputzt hat, mit ausgestreckten Beinen flach auf die Seite. Die Welpen liegen dann am Gesäuge verteilt und nuckeln schon die wichtigste Erstmilch, das Kolostrum.

Und danach?

Wichtig für Sie ist, dass Sie die Welpen wiegen, das Geschlecht feststellen und sie mit verschiedenfarbigen Bändchen kennzeichnen. In den ersten drei Wochen macht die Mutter das meiste allein. Ein hochwertiges Futter für säugende Hündinnen, das Sie öfters am Tag anbieten, ist zu empfehlen. Tägliche Gewichtskontrolle und Kontakt mit den Welpen ist die Regel.
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