Wenn der Hund wildern geht | PARTNER HUND Magazin

Wenn der Hund wildern geht

Früher sicherte das selbstständige Jagen dem Hund das Überleben, heute ist es beim Familienhund ein unerwünschtes Verhalten. Ein großes Problem für Hund und Halter.
 
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Sie müssen den Jagdtrieb Ihres Hundes kontrollieren.

Die Freiheit ruft

Wenn Sie in einer wildreichen Gegend wohnen, sollten Sie das auch bei der Wahl des Hundes berücksichtigen. Sie werden viel Zeit, Nerven und Energie sparen, wenn Sie sich gleich für eine Rasse entscheiden, die keinen oder nur einen geringen Jagdtrieb hat ( siehe Rasseporträts ). Denn aus einem Jagdhund werden Sie nie einen reinen Hofhund machen, die entsprechenden Versuche werden Sie und Ihr Tier gleichermaßen unglücklich machen. Bei Mischlingen ist die Sache nicht ganz so einfach, weil man selten weiß, was in dem Überraschungspäckchen so alles steckt. Aber wie erklärt man dem Vierbeiner, warum er seinen "Job" nicht erledigen darf? Eine Patentlösung gibt es leider nicht, Sie müssen sich durch die Masse der Tipps durcharbeiten und herausfinden, welche bei Ihrem Hund die besten Erfolge erzielen.

Einige Tipps

  1. Der Grundgehorsam muss sitzen. Ihr Hund muss in jeder Situation abrufbar sein.
  2. Umlenken: Beschäftigen Sie Ihren Hund beim Spaziergang, lassen Sie ihn Bälle statt Hasen jagen, folgen Sie gemeinsam den Mäusewegen auf dem Feld, suchen Sie Spielzeug. Wenn er etwas findet und auf Sie wartet, wird er belohnt.
  3. Grenzen setzten: lassen Sie Ihren Hund nicht frei entscheiden, wohin er wann laufen darf. Gewöhnen Sie ihn (z.B. mit Hilfe der langen Leine) daran, dass er in Sichtweite bleiben, nicht ins Gebüsch laufen darf.
  4. Die Aufmerksamkeit des Hundes soll bei Ihnen sein. Wenn er sich beim Spazierengehen kaum für Sie interessiert, dann verstecken Sie sich doch mal. Oder füttern Sie ihn nicht mehr zu Hause, sondern lassen Sie ihn sich sein Futter beim Gassi-Gehen "verdienen."
  5. Jagdtrieb kontrollieren: Bringen Sie Ihrem Hund z.B. mit Bällen bei, dass er dem beweglichen Objekt erst hinterherlaufen darf, wenn Sie es erlauben. So steigern Sie die Chance, dass er auf "Warte" auch beim Anblick eines Rehes reagiert.
  6. Seien Sie aufmerksam: Sie müssen einen Hundehalter-Blick entwickeln und die mögliche Beute und Gefahr noch vor Ihrem Hund sehen.
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