Wenn der Hund ein Allesfresser ist | PARTNER HUND Magazin

Wenn der Hund ein Allesfresser ist

Hunde sind Allesfresser und stellen das bei Spaziergängen nur allzu gern unter Beweis. Leider kann man gegen den "abartigen Geschmack" nicht viel ausrichten, nur vorbeugen.
 
© animals-digital.de
Was tun, wenn der Hund einfach alles frisst?

Warum fressen Hunde so unappetitliche Sachen?

Die Mittagsreste im Kompost, die halb verweste Amsel im Gebüsch oder die frischen Pferdeäpfel auf dem Waldweg… wenn wir nicht aufpassen, wird unser Hund all das finden - und fressen. Uns mag das ziemlich eklig erscheinen, aber Hunde sind nun mal echte Allesfresser: Fleisch, Fisch, Gemüse, Früchte, Gras, Wurzeln, Rinde, frisch oder leicht angegammelt, den Vierbeinern schmeckt's. Zur Magenverstimmung führt das in der Regel nicht (aber häufig zur Geruchsbelästigung). Die extreme Magensäure der Hunde zerlegt jedes Beutetier im Nu mit Haut, Haar und Knochen und wirkt zudem antibakteriell. Pflanzliches können Hunde dagegen nur verwerten, wenn es besonders aufbereitet oder schon verdaut ist. Genau deshalb "grasen" Hunde so gern frisch gekeimte Saaten ab, mampfen überreifes, angegorenes Obst und Gemüse und leider auch die Hinterlassenschaften von Pflanzenfressern.

Pansen kann Abhilfe schaffen

Das Lieblingsfressen vieler Hunde ist "Grüner Pansen": der rohe, mit vorverdautem Grünzeug gefüllte Magen großer Pflanzenfresser. Kaufen Sie Ihrem Hund ab und zu eine Dose davon. Es schmeckt ihm und er braucht es. Wenn Hunde z.B. Gras fressen, versuchen sie damit ihren durch zu viel Fleisch übersäuerten Magen zu "neutralisieren". Sie sind keine reinen Fleischfresser und wer es in dieser Beziehung zu gut mit seinem Hund meint, darf sich nicht wundern, wenn der ständig im Mülleimer wühlt oder den Rasen abweidet.

Vorsicht Gefahr!

Natürlich gibt es auch Gifte und Krankheitserreger, die die Magensäure des Hundes nicht zerstören kann. Deshalb sollte man ihn keinesfalls alles fressen lassen. Besondere Vorsicht ist bei Welpen und Junghunden geboten: genau wie Menschenkinder probieren sie alles aus. Und lernen dazu: "Das schmeckt, das schmeckt nicht. Und wenn ich das da nehme, dann kommt mein Mensch angerannt und wir spielen fangen. Toll!" Räumen Sie also den Abfall weg und lassen Sie sich niemals zu Jagd-Spielchen verführen. Üben Sie lieber den Tauschhandel: "Du gibst mir das zerknautschte Mäuschen, den toten Spatz, das Maul voll Dreck, und ich gebe dir ein Leckerli und ein Lob noch außerdem." Aber übertreiben Sie es nicht. Sonst "jagt" Ihr Schlaumeier bald Abfall, um an noch mehr Lob und Leckerlis zu kommen.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren