Aggression gegen den Halter | PARTNER HUND Magazin

Aggression gegen den Halter

Ihr sonst so lieber Hund hat Sie angeknurrt oder gar nach Ihnen geschnappt? Dann haben Sie beide ein Problem und Sie müssen schnell herausfinden, welches.
 
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Warum auch immer ein Hund schnappt: wie der Mensch darauf reagiert, bestimmt die weitere Entwicklung dieser Beziehung.

Aggression kann viele Gründe haben

Gründe für aggressives Verhalten kann es viele geben: der Hund will sein Revier oder sein Futter verteidigen oder ist unterfordert und frustriert. Vielleicht hat er aber auch nach Ihrer Hand geschnappt, weil er krank ist und Sie ihn an einer schmerzhaften Stelle berührt haben. Es könnte aber auch Angst sein, die ihn zum Zubeißen getrieben hat.

Erste Hilfe bei Problemen

Warum auch immer ein Hund schnappt: wie der Mensch darauf reagiert, bestimmt die weitere Entwicklung dieser Beziehung. Die richtige Antwort zu finden, ist aber gar nicht so einfach. Schimpfen oder bestrafen Sie ihn, hat das zwar einen kurzfristigen Erfolg (falls die Strafe konsequent und sofort erfolgte), doch das Grundproblem z.B. eine ungeklärte Rangordnung, ist noch immer nicht geklärt. Das langfristige Resultat könnte sein, dass der Hund unberechenbarer wird. Entfernen Sie sich erschrocken von ihm wird er das als Erfolg für sich verbuchen und mit dieser Methode weitermachen. Hat ja schließlich super funktioniert. Wenn Sie versuchen, ihn zu beruhigen, ist das beinahe noch schlimmer: Der Hund versteht keinesfalls, dass Sie ihm seine Angst nehmen oder ihn wegen seiner schlechten Laune trösten wollen. Was er versteht ist, dass Sie ihn für sein Verhalten offenbar loben und noch mehr davon wollen!

Die richtige Reaktion des Halters

In dem Moment, in dem er geschnappt hat, können Sie tatsächlich nicht viel machen. Sie sollten sich ruhig entfernen und den Hund erst mal ignorieren. Das ist vor allem zu Ihrem eigenen Schutz wichtig, denn im Zweifelsfall hat der Vierbeiner eben doch die besseren Zähne. Als nächstes sollten Sie Ursachenforschung betreiben. Hat der Hund Schmerzen, gehört er natürlich schleunigst zum Tierarzt (oder der Tierarzt eben zu ihm). Sind die Gründe aber Frustration, Dominanz oder Angst (hoffentlich nicht vor Ihnen!), dann stimmt es in der Mensch-Hund-Beziehung nicht. Wenn der Hund frustriert ist, sollten Sie dafür sorgen, dass er besser ausgelastet ist. Und in jedem Fall auch die Rangfolge neu ordnen. Das tun Sie bitte nicht, indem Sie sich auf Machtkämpfe mit dem Hund einlassen, sondern indem Sie mit der Erziehung bei Null anfangen: Üben Sie Grundgehorsam und suchen Sie sich dafür am besten professionelle Unterstützung.
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