Versicherungen für Hunde | PARTNER HUND Magazin

Versicherungen für Hunde

Bei uns Menschen ist es selbstverständlich, dass wir eine Krankenversicherung und fast immer auch eine Haftpflichtversicherung besitzen. Ist es sinnvoll, diese auch für Hunde abzuschließen?
 
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Wie kann ich meinen Hund krankenversichern?
So lange nichts passiert, denken Hundebesitzer, die für ihren Vierbeiner vorgesorgt haben, meist nur einmal im Jahr an die Versicherung - nämlich dann, wenn der Jahresbeitrag abgebucht wird. Doch all jene dürfen sich glücklich schätzen, wenn plötzlich der Ernstall eintritt: Stellen Sie sich zum Beispiel vor, ihr Hund läuft auf die Straße und wird von einem Auto angefahren, das durch ein Ausweichmanöver auch noch einen Unfall verursacht. Ohne eine Versicherung müssen Sie nicht nur für die Operationskosten Ihres Hundes aufkommen, sondern sie haften für den entstandenen Schaden in voller Höhe mit Ihrem gesamten Vermögen. 

Wie kann ich meinen Hund krankenversichern?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie für Ihren Hund eine Krankenversicherung abschließen können. Mit einem „Rundum-sorglos-Paket“ ist so gut wie alles abgedeckt, angefangen von Impfungen, über Tierarztbesuche bis hin zu stationären Operationen. Aufgrund des umfangreichen Versicherungsschutzes sind diese Versicherungen entsprechend teuer. Sie müssen je nach Leistung und Anbieter mit 30 bis 60 Euro pro Monat rechnen. Viele Tierbesitzer entscheiden sich daher lediglich für eine OP-Versicherung, denn die bei einer Operation entstehenden Kosten können im Ernstfall enorm in die Höhe schnellen. Ein entsprechender Versicherungsschutz ist mit 15 - 30 Euro pro Monat deutlicher preiswerter.

Entscheidend für die Höhe einer Krankenversicherung ist vor allem das Eintrittsalter des Hundes: Umso jünger der Hund beim Abschluss der Versicherung ist, umso preiswerter der Tarif. Achten Sie bei den Versicherungsbedingungen darauf, bis zum wievielfachen Gebührensatz Tierarztkosten übernommen werden und wie hoch die Selbstbeteiligung ist. Und denken Sie daran, der Versicherung bereits bestehende Krankheiten besser freiwillig zu melden, denn diese kann ein Gesundheitszeugnis verlangen oder den Tierarzt zur Krankengeschichte des Hundes befragen.  

Vergessen Sie nicht die Hundehaftpflicht!

Bei einer Krankenversicherung mag jeder selbst entscheiden, ob und in welcher Form er sie abschließen möchte, bei einer Hundehaftpflicht sollte es dagegen für jeden Hundehalter eine Selbstverständlichkeit sein. Das Risiko ist einfach zu hoch, weshalb einige Bundesländer den Hundebesitzern gar keine Wahl lassen und diese Versicherung vorschreiben. Wer selbst entscheiden darf, dem kann nur angeraten werden, eine Hundehaftpflicht abzuschließen, schließlich ist sie für nur wenige Euro pro Monat zu haben. Für 7 Euro Monatsbeitrag wird zum Beispiel beim Haustierversicherer Agila ein Deckungsschutz von 5 Millionen Euro auf Sach- und Personenschäden gewährt. Darüber hinaus sind Mietschäden bis zu einer Höhe von 50.000 Euro abgedeckt. Sollte Ihr Hund also einmal schwanzwedelnd die Wohnzimmervase vom Fensterbrett fegen, einen Fahrradfahrer zu Fall bringen oder tatsächlich die Ursache für einen Verkehrsunfall sein, wird Ihnen ein Stein vom Herzen fallen, wenn Sie eine Hundehaftpflicht abgeschlossen haben.
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