Züchterwahl: Auf den richtigen Züchter kommt es an | PARTNER HUND Magazin

Züchterwahl: Auf den richtigen Züchter kommt es an

Der Stammbaum allein ist leider noch kein Garant für eine gute Kinderstube. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl des Hunde-Züchters sonst noch achten müssen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Auf den richtigen Züchter kommt es an.

Wer sich für einen Rassehund entscheidet, muss sich nicht nur zwischen den Welpen, sondern zunächst einmal für einen Züchter entscheiden. Dass dabei nur Häuser, die eine Rasse züchten und maximal einen Wurf pro Jahr anbieten, in Frage kommen, sollte Ihnen schon klar geworden sein. Mit Hilfe unserer Checkliste werden Sie auch beim Rest schnell die Spreu vom Weizen trennen.

Checkliste zur Züchterwahl

  1. Er wird Sie bei sich zu Hause willkommen heißen, und zwar auch gerne mehrfach und länger.
  2. Er wird Sie nicht zu einer Entscheidung drängen oder gar erpressen ("..sonst gebe ich ihn anderweitig ab").
  3. Er kennt seine Welpen mit Namen, weiß um ihre Eigenarten, ist stolz auf die Mutter und präsentiert sie genauso gern wie die Junghunde.
  4. Er ist jederzeit bereit, Ihnen die Papiere der Mutter und die der Welpen zu zeigen und auch genau zu erklären.
  5. Seine Hunde zeigen sich ihm gegenüber alle angstfrei, zutraulich und verspielt.
  6. Die Zuchtstätte wirkt sauber und hell, die Wurfkiste sieht zwar benutzt, aber sonst einwandfrei aus, die vierbeinigen Bewohner sind Menschenbesuch gewöhnt und reagieren neugierig oder gleichmütig-freundlich, aber niemals ängstlich oder gar panisch.
  7. Die Mutterhündin darf nicht krank aussehen. Die Welpen sollten keine Apathie zeigen.
  8. Der Züchter beantwortet Ihre Fragen nach Fütterung, Aufzucht, Pflege detailliert und geduldig und gibt von sich aus Tipps zur Erziehung, bietet sich selbst als Ansprechpartner an, falls Sie hier Unterstützung benötigen sollten und/oder kann Ihnen einen Verein oder eine gute Hundeschule empfehlen.
  9. Der Züchter beantwortet nicht nur Ihre Fragen, sondern testet Sie im Gegenzug auch ausgiebig auf Ihre Eignung für eines seiner Jungtiere.
  10. Er ist erst bereit, die Junghunde abzugeben, wenn sie erstgeimpft sind, und gibt Ihnen die ausgefüllten Impfpässe mit. Ihre Daten notiert er sich natürlich auch. Und fragt bei Gelegenheit mal nach, wie es "seinem" Nachwuchs denn bei Ihnen geht. Und: Bevor Sie sich für einen bestimmten Welpen entscheiden, sollten Sie mindestens zwei Züchter kennen lernen, besser noch mehr. Holen Sie sich die Adressen vom Zuchtverband, recherchieren Sie im Internet nach Erfahrungsberichten und verlassen Sie sich vor Ort auf das eigene Gefühl. (Marzena Fiok)
 
Fotos: 
Thomas Brodmann / animals-digital.de
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