Tipps zur Wahl des Welpen | PARTNER HUND Magazin

Tipps zur Wahl des Welpen

Schon beim Züchter kann man die ersten Charakterzüge der Welpen erkennen. Das Verhalten verrät außerdem, wie es ihnen in den ersten Lebenswochen ergangen ist. 
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Vorsicht vor unseriösen Züchtern!

Die ersten Wochen sind prägend

Junge Hunde sind alle süß und putzig. Tatsache ist auch, dass man Jungtiere im Vergleich zu erwachsenen Hunden besser erziehen und prägen kann. Wenn Sie mit 8 bis 12 Wochen ins Haus kommen, sind sie extrem lernwillig und anpassungsbereit. Ein "unbeschriebenes Blatt" sind sie aber nicht mehr. Wie es ihnen zuvor beim Züchter ergangen ist, kann Auswirkungen auf den Rest ihres Lebens haben.

Beobachten Sie den Kleinen genau

Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihres künftigen Hundes deshalb viel Zeit, beobachten Sie die Hundekinder intensiv. Sind sie neugierig, unbefangen und trotzdem selbstsicher? Kommen sie vertrauensvoll und schwanzwedelnd auf Sie zu? Dann haben die Welpen gute Erfahrungen gemacht. Ein verantwortungsvoller Züchter hat dafür gesorgt, dass das Hundebaby mit Erwachsenen, Kindern und vielleicht sogar schon mit anderen Tieren Kontakt hatte. 

Das Verhalten gibt Aufschluss über den Charakter

Auch das Äußere der Welpen ist wichtig. Glänzendes, lockeres Fell, klare Augen und rosa Zahnfleisch weisen auf gesunde, gut gepflegte Tiere hin. Beim Beobachten der Kleinen können Sie sogar auf ihren späteren Charakter schließen: Der, der im Spiel den anderen überlegen ist, ist das Alphatier. Er braucht auch später eine starke Hand und konsequente Erziehung. Welpen, die gleich Kontakt zum Menschen suchen, werden eher anhänglich sein. 

Vorsicht vor unseriösen Züchtern

Vorsicht: Ein Züchter, der Ihnen nicht die Gelegenheit gibt, sich den Welpen Ihrer Wahl und dessen Geschwister mehrmals anzusehen, ist alles andere als seriös! Auch wenn man Sie bedrängt sich endlich zu entscheiden oder schon beim ersten Anruf einen Übergabetermin (mit Barzahlung) vereinbaren will, oder sich nicht für das künftige Leben des kleinen Hundes interessiert, sollten Sie sich woanders umsehen. So ein "Züchter" will nur seinen Wurf loswerden und abkassieren.

Zu keinem Mitleidskauf hinreißen lassen

Auch wenn es Ihnen das Herz bricht: Lassen Sie sich nicht zu einem Mitleidskauf hinreißen. Die in lichtlosen umgebauten Ställen winselnden Welpen, die einen erbärmlichen Eindruck machen, haben bereits in frühester Jugend zu wenig oder zu viel schlechte Erfahrungen gemacht. Eventuell sind sie körperlich und/oder psychisch krank. Sicher: Vieles kriegt man mit Geduld und sachkundiger Hilfe in den Griff. Und man hätte ein Hundeleben gerettet. Aber leider auch zugleich dafür gesorgt, dass diese qualvolle Massenzucht weitergeht. (Marzena Fiok)
 
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