Tierpfleger im Tierheim | PARTNER HUND Magazin

Tierpfleger im Tierheim

Tierheime, Hundepensionen, Hundeschulen und andere Einrichtungen brauchen und suchen Mitarbeiter mit solider Ausbildung, einem großen Herz fürs Tier und einer guten Hand für schwierige Hunde.
 
 
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Tierpfleger - Seine Schwäche ist seine Stärke

Anders als die meisten Tätigkeiten rund um den Hund ist der Tierpfleger ein staatlich anerkannter Beruf mit geregelter Ausbildung. Erst werden zwei Jahre lang Grundlagen erlernt, bis sich dann im dritten Lehrjahr der Unterrricht in drei  Fachrichtungen aufspaltet. Wählbar sind neben "Tierheim und Tierpension" auch die "Zootierpflege" oder "Forschung und Klinik", wohinter sich die Betreuung und Versorgung von Labortieren verbirgt.

Mit Gefühl für arme Hunde

In der Schweiz gibt es mit Hundepflege (Hundesalon) einen vierten Bereich. Mit dem Wunsch, als Hundepfleger zu arbeiten entscheidet sich  ein Auszubildender eher für die Richtung Tierheim/Tierpension, wobei Tierheime auch Absolventen der anderen beiden Fachrichtungen einstellen, sofern sie gut sind.
In diesem Beruf findet derjenige ein gutes Zuhause, der wie er einen besonderen Draht zu Hunden hat, mit ihnen umzugehen weiß und diese gewisse Autorität besitzt, die selbst dominante Rüden anerkennen. Allerdings gehört noch einiges mehr dazu: Tugenden wie Zuverlässigkeeit, Pünktlichkeit, Verantwortungsgefühl, Aufmerksamkeit, handwerkliches Geschick und - je nach Arbeitsplatz - auch Menschenkenntnis. Denn wo Hunde sind, sind auch Menschen.
Und im Tierheim hat man  es mit ziemlich vielen, sehr unterschiedlichen Menschen zu tun, vorwiegend solchen, die ein Tieradoptieren wollen und für eine kompetente Beratung des Hundepflegers sehr dankbar sind. So braucht ein Tierheimmitarbeiter Geschick im Umgang mit Menschen und ein dickes Fell obendrein, da er auch mit verantwortungs- und gedankenlosen Hundehaltern zu tun hat, denen er höflich entgegentreten muss, auch wenn es schwer fällt.

Die Kehrseite

Einem Tierpfleger darf auch nichts Hundeartiges fremd sein. Er muss zupacken können, darf sich nicht ekeln und erst recht nicht geruchsempfindlich sein. Denn das Reinigen, also täglich aus vielen Zwingern auch draußen den Kot bei jedem Wetter einzusammeln, ist die ungeliebte Kehr-Seite des Berufs. Aber das Kehren muss eben auch sein.
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