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Schäfer

Als Schäfer ist man sehr viel an der frsichen Luft unterwegs. Hier erfahren Sie mehr zum Beruf des Schäfers
 
© uschi dreiucker/pixelio.de

Berufsbild

Schäfer ist vor allem ein Freilandberuf. Wanderschäfer ziehen sogar monatelang mit den Tieren von Weide zu Weide, ohne ihr Zuhause zu sehen. Als Schäfer ist man nicht nur für das Hüten der Schafe zuständig, sondern auch für die Gesundheitsvorsorge, die Behandlung von Krankheiten der Tiere und die regelmäßige Schur verantwortlich. Aber auch der Verkauf der Schafe, der Wolle oder der Milch gehört - ebenso wie die dazugehörige Büroarbeit - zum Tätigkeitsbereich eines Schäfers.Der Schäferberuf setzt nicht unbedingt eine Ausbildung voraus, es können auch Leute tätig sein, die umfassende private Erfahrungen gesammelt haben. Empfehlenswert ist jedoch eine Ausbildung zum Tierwirt mit Schwerpunkt Schafhaltung. Die Lehre dauert 36 Monate und vermittelt dem Auszubildenden alles Wesentliche über Zucht, Haltung, Produktion und Verkauf der Tiere. Nach Abschluss der Ausbildung können sich die Absolventen in einem sechsmonatigen Kurs zum Meister fortbilden, der dann wiederum berechtigt ist, selbst auszubilden. Zur Weiterbildung bieten die Landesschafzuchtverbände regelmäßig Lehrgänge (z. B. Scherkurse) an.

Voraussetzungen

Schulbildung: Hauptschulabschluss
Persönliche Voraussetzungen: Grundvoraussetzung ist die Liebe zum Schäferberuf. Man muss bereit sein, die ganze Woche, Monat für Monat und das ganze Jahr über rund zehn bis zwölf Stunden oder länger im Freien bei den Schafen zu verbringen. Das setzt eine gute Gesundheit, Geduld, Ausgeglichenheit und Ruhe voraus. Zudem muss jeder Schäfer das Alleinsein ertragen, wenn nicht sogar genießen können.

Besonderheiten

Als Schäfer gehört man einem der ältesten Berufsstände der Welt an. Das Schäferdasein ist geprägt von harter Arbeit, die tägliche Arbeitszeit beträgt selten weniger als 12 Stunden. Urlaub und Wochenenden gibt es bei diesem Beruf nicht, auch Krankheiten kann sich ein Schäfer kaum leisten. Finanziell lohnt sich die Schafzucht erst dann, wenn die Herde groß genug ist. Um das Einkommen einer Familie zu sichern, gelten 450 Mutterschafe als ausreichend. Das Einkommen hängt stark von den jeweiligen Marktpreisen und Konsumentenverhalten ab. Eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit ist das ökologische "Sauberhalten" von Heideflächen. Diese öffentlichen Aufträge werden aber meist nur besonders qualifizierten Schäfern mit Meisterbrief zugeteilt. Nicht vergessen werden dürfen die Kosten für die Einzahlungen in die Sonderkasse, Berufsgenossenschaft, Haftpflichtversicherung und Hundesteuer sowie die Kosten für tierärztliche Behandlungen. Außerdem muss ein Neuling ein Startkapital von rund 50.000 Euro einplanen.

Adressen

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn

Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg
Heinrich-Baumann-Str. 1-3
70190 Stuttgart

Landesschafzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern
Gartenstr. 5
18276 Gülzow

Landesschafzuchtverband Niedersachsen
Johannsenstr. 10
30159 Hannover

Landesschafzuchtverband Sachsen-Anhalt
Angerstr. 6
06118 Halle

Landesschafzuchtverband Weser-Ems
Mars-la-Tour-Str. 6
26121 Oldenburg

Hessischer Schafzuchtverband
Kölnische Str. 48-50
34117 Kassel

Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg
Lehniner Str. 3a
14550 Groß-Kreuz

Landesverband der Schaf- und Ziegenhalter im Saarland
Lessingstr. 14
66121 Saarbrücken

Landesverband der Schaf- und Ziegenzüchter
Bornaische Str. 31-33
04416 Markkleeberg

Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht
Haydnstr. 11
80336 München

Vereinigung Rheinischer Schafzüchter und -halter
Endenicher Allee 60
53115 Bonn

Vereinigung Westfälischer Herdbuchschafzüchter e. V.
Bleichstr. 41
33102 Paderborn



Foto: © uschi dreiucker/ www.pixelio.de
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