Hunde-Porträtmaler | PARTNER HUND Magazin

Hunde-Porträtmaler

Hier erfahren Sie mehr über den Weg zu dem Traumberuf des Hundeprotait-Maler.
 
© Bernd Kasper/pixelio.de

Am Anfang steht der Augenblick

Es gibt Berufe, die immer wieder mit klischeehaften Vorstellungen belegt werden. Die bei ihrer bloßen Erwähnung eine bunte Palette von Eindrücken vor dem inneren Auge entstehen lassen, die sich zwischen absoluter Unabhängigkeit, grenzenloser Kreativität und größter künstlerischer Freiheit bewegen – und mit der oft harten Wirklichkeit eines selbstständigen Berufes meist wenig zu tun haben. Der Beruf des Hunde- bzw. Tierporträt- Malers ist einer von den Professionen, die bei vielen die Illusion eines absoluten Traumberufes wecken. Das ist er zweifelsohne. Aber einer mit Schattenseiten, wie Sabine Potyka, Dipl.-Grafik-Designerin aus Braunschweig und seit Jahren hauptberuflich mit Erfolg als Tiermalerin tätig, erzählt.

Künstlerische Ausbildung ist wichtig

Sie weiß aus Erfahrung, wie schwer es ist, auf dem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen. Selbst wer es geschafft hat, muss stets die Konkurrenz im Auge behalten, um sich auf Dauer halten zu können. Zum Beruf des Tiermalers führen mehrere Wege, denn eine staatlich reglementierte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, um diesen Beruf ausüben zu dürfen. Ob Aus- und Weiterbildungen an Volkshochschulen und privaten Instituten, staatlich geprüfte Ausbildungen zum Grafik-Designer bzw. Kunstmaler an Berufsfachschulen, -kollegs, Kunstakademien oder -schulen oder gar ein Kunststudium bzw. ein Studium des Diplom-Grafik- Designs an einer Fachhochschule, Universität oder Kunsthochschule – alles ist möglich, aber einen Königsweg gibt es nicht. Und so unterschiedlich alle Wege auch sind, stets haben sie eines gemeinsam: Sie verlangen größtes künstlerisches Können und Talent sowie profimäßigen Umgang mit den verschiedensten Maltechniken. Und betriebswirtschaftliches Wissen, um das selbstständige Designerleben rentabel führen zu können. „Hat man diese Basis nicht, sollte man sich auf jeden Fall gut beraten lassen, denn viele scheitern gerade an diesem Punkt“, empfiehlt Sabine Potyka. Auch muss man jahrelang üben, um ein Bild in einer so akzeptalen Zeit fertig zu stellen, dass sich der in den Stundenlohn umgerechnete Pauschalpreis für das Porträt auch rechnet: „Kaum jemand sieht, dass es mehr bedarf als ein wenig Schmiererei auf einem Blatt, um ein solches Werk zu schaffen“, weist Sabine Potyka hin, „Wenn ich an einem guten Tag ein Bild in drei bis vier Stunden fertig bekomme und dafür 110 Euro nehme, klingt das gut. Aber jeder Handwerker hat einen besseren Stundenlohn. Und dafür, dass ich es in dieser Zeit schaffe, habe ich lange Jahre lernen und üben müssen.“

Unsichere Zeiten

Wenn dann aber die Aufträge ausbleiben, weil die Menschen meiner Zielgruppe kein Geld für „Luxus“ ausgeben können, da sie das dringender für Gesundheit und Rentensparen zurücklegen müssen, kann man schon traurig werden“, sagt Sabine Potyka, „doch man hat solch einen Beruf ja meist nicht gewählt, um reich zu werden, sondern weil es wirklich eine Leidenschaft ist.“ Ausschließlich von den Einnahmen als Tiermaler leben können die wenigsten. Die meisten bleiben, zumindest wenn sie eine Familie zu versorgen haben, wirtschaftlich von einem zweiten Standbein (etwa einer angestellten Halbtagstätigkeit o.ä.) abhängig. Die Vorteile des Freiberuflers (wie freie Zeiteinteilung und die produktiven Zeiten nach dem persönlichen Biorhythmus einrichten zu können) müssen gegen Nachteile wie finanzielle Unsicherheit, geringe wirtschaftliche Attraktivät und weniger Sozialkontakte als in einem geregelten Büroalltag abgewogen werden. „Das Arbeiten daheim als Freiberufler macht ein wenig einsam, es fehlen Gespräche mit Kollegen, eine Fachsimpelei oder auch mal ein guter Tipp oder Hinweis“, weiß auch Sabine Potyka von den Schattenseiten ihres Berufes zu berichten – der grundsätzlich immer mit Selbstständigkeit verbunden ist. Außerdem müssen für den Beruf viel Sensibilität und Liebe für die Tiere ein- und mitgebracht werden. Da viele Tierhalter ihre Tiere erst posthum porträtieren lassen, gehört nicht selten auch Trauerarbeit mit zum Berufsbild.

Nische am Markt

Auch professionelle Selbstvermarktung ist wichtig, wie Sabine Potyka betont, Mundpropaganda reiche da auf gar keinen Fall. Und: „Eine Marktlücke ist mein Beruf sicherlich, allerdings eine recht schmale“.



Foto: © Bernd Kasper/ www.pixelio.de
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