Tipps fürs Laufen neben dem Fahrrad | PARTNER HUND Magazin

Tipps fürs Laufen neben dem Fahrrad

Für bewegungsfreudige, gelenkgesunde, erwachsene Hunde ist das Laufen neben dem Fahrrad eine sinnvolle Art der körperlichen Auslastung. Damit die Fahrten auch sicher sind und dem Hund mehr bieten als Muskeltraining, beachten Sie einfach unsere Tipps.
 
7 Tipps fürs Laufen neben dem Fahrrad © animals-digital.de
7 Tipps fürs Laufen neben dem Fahrrad
Von Ursula Birr
 

1 Leine oder keine?

Das kommt auf den Gehorsam des Hundes an. Anfängerteams sollten immer erst mit Leine fahren und dabei das „Bei mir“!-Kommando üben. Ein City-erzogener Hund, der gelernt hat, niemals ohne Extra-Aufforderung die Straße zu betreten, kann auch ohne Leine mitlaufen. Wichtig: Er darf neben und kurz hinter Ihnen, aber niemals vor Ihnen herlaufen. Wenn er an der Leine läuft, nehmen Sie die Endschlaufe nicht in die Hand, sondern tragen Sie einen Jogging-Gurt um den Bauch, an dem sie sich befestigen lässt. Die Alternative sind Fahrrad-Leinenhalter mit Federung, die jeden plötzlichen Ruck abpuffern. Für den Hund bequemer ist ein Geschirr statt Halsband, das ihn an der Brust und nicht am Hals stoppt.

2 Weg von der Straße

Am schönsten für Hund und Mensch ist natürlich eine Tour durch Feld- oder Waldwege. Wenn Sie auf Radwegen durch die Stadt fahren, sollte der Hund immer an der von der Straße weggewandten Seite laufen. Denn er ist den Abgasen und dem Feinstaub in viel stärkerem Maße ausgesetzt als wir (größeren) Menschen und atmet, vor allem, wenn er hechelt, sonst viele Schadstoffe ein. Außerdem gehen Sie so sicher, dass kein unvorsichtiger Autofahrer ihn erschreckt oder gar verletzt.

3 Aller Anfang ist langsam

Von null auf hundert ist nicht im Sinne des Hundes. Er will schnüffeln, seine Geschäfte erledigen, allmählich die Muskeln aufwärmen. Die ersten zehn Minuten schieben Sie entweder Ihr Fahrrad und lassen ihn Nase und Blase benutzen. Oder Sie fahren mit Minimalgeschwindigkeit und den nötigen Zwischenstopps. Bei Rüden kann sich das hinziehen. Weibchen sind schon früher bereit für ihr Fitnesstraining.

4 Ideales Tempo: Trab statt Galopp

Damit alle Muskeln gleichmäßig belastet und die Gelenke geschont werden, stellen Sie Ihr Tempo so ein, dass der Hund prima trabend neben ihnen laufen kann. Ein paar Galopp-Sprünge schaden nicht, aber ein hinter dem Fahrrad jagender Hund verausgabt sich ohne Grund und verliert den Spaß am Laufen. Denken Sie auch dran, möglichst bewachsene Wege zu fahren, denn Asphalt, Teer und steinige Pfade sind für die Gelenke und Pfoten ungeeignet.

5 Happy End mit Schnüffelrunde

Kurz bevor es nach Hause geht, drosseln Sie Ihr Tempo und lassen den Hund wieder schnüffeln und sich nach eigenen Bedürfnissen bewegen. Vielleicht löst er sich auch noch einmal. In jedem Fall kommt er „runter“ und entspannt die beanspruchte Muskulatur. Das Herz schlägt wieder in normalem Rhythmus und die Atmung verlangsamt sich. Prima, denn dann wird es Zeit für eine Runde Schlaf daheim.

6 Pausen und ein Durststiller

Auf längeren Touren (über eine Stunde) machen Sie bitte ein bis zwei Erholungspausen, während denen der Hund sich frei bewegen darf oder hinlegen kann. Tut er Letzteres, hat er definitiv genug. Dehnen Sie dann die Pause aus, bis er wieder deutlich zeigt, dass er Lust zu laufen hat. Denken Sie auch daran, dass Hecheln viel Körperflüssigkeit freigibt. Spendieren Sie Ihrem Mitläufer also einen Schluck Wasser aus der mitgenommenen Thermoskanne in der Handfläche oder einem Reisenapf. Für viele noch besser ist ein kurzes Bad in einem Teich oder See auf dem Weg.

7 Blick aufs Thermometer

Wenn das Thermometer über 25 Grad im Schatten steigt, muss die Fahrradtour verschoben werden, denn dann nützt es auch nichts, schattige Wege zu suchen: Der Hund überhitzt. Im Hochsommer sind die besten Zeiten Regentage (wenn der Hund das mitmacht), die Stunden nach einem Gewitter und die frühen Morgenstunden. Abends ist es meistens noch zu heiß und kühlt erst um Mitternacht ab. Rund um den Sonnenaufgang dagegen ist es in der Natur taunass und am kühlsten. Dauerhecheln und Langsamerwerden sind sichere Zeiten, dass es genug ist mit dem Laufen. Beenden Sie die Tour so schnell wie möglich. Reduzieren Sie dann unbedingt Ihr Tempo oder schieben Sie das Rad.
 

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Dieser Artikel ist in unserer Zeitschrift Ausgabe 7/2015 erschienen.
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