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Tipps für ungetrübte Badefreuden

Nicht alle Hunde sind leidenschaftliche Schwimmer. Doch während der heißen Jahreszeit durch erfrischendes Wasser laufen oder in einem seichten Teich plantschen, macht den meisten Spaß. Damit das auch nach dem Bad so bleibt, gibt’s ein paar Regeln zu beachten.
 
Baden mit dem Hund © animals-digital.de
7 Tipps für ungetrübte Badefreuden
Der Sprung ins kühle Nass ist für viele Hunde eine wahre Abwechslung und Freude. Damit dieses Vergnügen ein riesiger Spaß bleibt, gibt's ein paar Regeln zu beachten. 
 

1 Kein Sprung ins kalte Wasser

Ein krasser Temperaturwechsel von zehn Grad und mehr belastet den Hundekreislauf stark. Bevor Ihr Hund sich in die kühlen Fluten stürzt, besprengen Sie ihn mit Wasser oder führen ihn ein paar Meter durch seichtes Wasser, damit die Füße abkühlen und der Körper sich umstellen kann.


2 Sauber ins Nass

Floh- und Zeckenhalsbänder geben ihre Wirkstoffe ans Wasser ab und sollten deshalb „draußen bleiben“. Auch wenn Sie Ihren Hund gegen Parasiten gepudert oder mit einem Spot-on behandelt haben, darf er erst acht Stunden später baden. Achten Sie auch darauf, dass er sich vor den Wasserfreuden gelöst hat. Anders als wir Menschen wird er das Wasser zwar weder mit Urin noch mit Kot verschmutzen, aber Blase und Darm sollten geleert sein, wenn er seine Schwimmrunden zieht.


3 Lieber zu seicht als zu tief

Viele Hunde geraten in Panik, wenn sie keinen Boden mehr unter den Füßen spüren. Beginnen Sie also die Badestunde immer in seichtem Wasser, durch das der Hund läuft wie bei einer Kneipp-Kur. Das bringt seinen Kreislauf in Schwung, entlastet die Gelenke und gibt ihm Sicherheit. Lassen Sie ihn selbst entscheiden, ob er frei schwimmen oder gar tauchen will. Aber zwingen Sie ihn nie. Auch den Ball, den Sie werfen, um ihn zu animieren, sollten Sie in Ufernähe halten.


4 Schwimmweste ein Muss

An Deck eines Segel- oder Motorbootes sollten alle Hunde mit einer Schwimmweste versehen sein. Diese Spezialweste muss genau passen, sodass der Hund nicht herausschlüpfen kann. In Leuchtfarbe hat sie sich bewährt, denn Sie können den Hund, falls er tatsächlich über Bord geht, auch dann sehen, wenn er abgetrieben wird. Auch schwimm-unerfahrene Hunde, sehr junge und alte sowie nicht ganz gesunde Tiere sichern Sie mit einer Schwimmweste ab – für den Fall, dass sie die Kräfte verlassen.


5 Wissen, wann es genug ist

Schwimmen ist zwar gesund, aber es ist auch körperlich sehr anstrengend. Nicht immer zeigen Hunde deutlich, dass sie erschöpft sind. Sie paddeln einfach weiter. Sie kennen Ihren Hund am besten. Sie müssen sehen, dass seine Bewegungen langsamer werden, dass der Kopf nicht mehr stolz, sondern mühsam aus dem Wasser gehoben wird, dass der Schwimmfluss ins Stocken gerät. Helfen Sie dem Hund dann aus dem Wasser. Und bereiten Sie sich drauf vor, dass er tags drauf einen ordentlichen Muskelkater hat. In einem Wasser, das weniger als zehn Grad plus hat, sollte kein Hund länger als zehn Minuten bleiben, denn sein Körper kühlt sonst aus.


6 Strömung und Gezeiten

Bäche, Flüsse und Kanäle, die starke Strömung haben, sind tückisch, genau wie das Meer. Lassen Sie den Hund nie aus den Augen. In Flüssen, die (auch in weiter Entfernung) ein Wehr oder Steilufer haben, sollten Hunde prinzipiell nicht schwimmen, denn allzu schnell treiben sie ab und können an Steilufern nicht aus eigener Kraft das Wasser verlassen. Bei Ebbe behalten Sie den Hund im Blick. Wenn er sich im seichten Watt zu weit nach draußen wagt, rufen Sie ihn zu sich. Übrigens: Surfen in der Brandung, wie das oft im Internet zu sehen ist, ist nur für die allerwenigsten Hunde ein echtes Vergnügen. Und zu viel verschlucktes Meerwasser verdirbt auch den robustesten Hundemagen.


7 Nach dem Badegenuss

Ein richtig nasser Hund wird sich sofort, wenn er das Wasser verlassen hat, kräftig schütteln – nicht immer das reine Vergnügen für zweibeinige Badegäste in der Nähe. Besser, er geht da an Land, wo er höchstens Sie und andere Hunde abduscht. Wenn es möglich ist, sollten Sie ihn noch einmal abbrausen, denn Meerwasser und auch verschmutztes Süßwasser hinterlassen Spuren auf der Haut. Wenn das nicht geht, rubbeln Sie ihn vollständig trocken und spendieren ihm ein Bad zu Hause. Daheim nicht sofort füttern, sondern lieber erst etwas zu trinken anbieten. Nach einer Ruhepause gibt’s dann die verdiente Kraftnahrung nach so viel Wassergymnastik.

Text: Ursula Birr
 

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Dieser Artikel ist in unserer Zeitschrift Ausgabe 8/2015 erschienen.
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