Tipps für einen goldenen Herbst | PARTNER HUND Magazin

Tipps für einen goldenen Herbst

Nach der Zeitumstellung ist es endgültig aus mit der warmen, hellen Jahreszeit. Doch Sie können sich und Ihren Hund wappnen, gegen Dunkelheit, Nebel, Kälte und Glätte. Wir helfen Ihnen dabei!
 
7 Tipps für einen goldenen Herbst © Thomas Brodmann / animals-digital.de
7 Tipps für einen goldenen Herbst
Von Ursula Birr
 

1 Leuchtende Beispiele

Je kürzer die Tage, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihr Hund in Dämmerung oder Dunkelheit hinaus müssen. An Nebeltagen scheint es gar nicht hell zu werden. Dazu kommt, dass nebel- oder regenfeuchte Straßen durch Falllaub glitschig werden. Entsprechend lang sind die Bremswege von Autofahrern. Wer viel auf Straßen oder Gehwegen läuft, sollte sich und den Hund mit Reflektoren ausrüsten: Viele Outdoorjacken haben bereits die silbernen Streifen, die in den Scheinwerfern leuchten. Für Hunde gibt’s Geschirre und Leinen mit Reflektoren, die jedem Verkehrsteilnehmer zeigen: Hier laufen ein Mensch und ein Hund. Wenn Ihre Wege Sie durch Felder oder Wälder führen, nützt ein Reflektor nichts. Dann steigen Sie auf Leuchthalsbänder und Blinkies um, die Ihnen und anderen Läufern zeigen, wo sich Ihr Hund gerade aufhält.

2 Gefühlte Tageszeiten

Die ersten zwei Wochen nach der Zeitumstellung sind die unfallträchtigsten des Jahres. Denn mit dem Kopf schalten wir um, mit dem Biorhythmus nicht. Hunde und alle anderen Tiere behalten ihr normales Zeitgefühl ebenfalls zunächst bei. Für Hundehalter sind vor allem die Abendstunden brisant, denn dann ist viel Wild – vom Kaninchen über Füchse bis hin zum Igel – unterwegs, weil (gefühlt) de Rush Hour vorüber ist. Mit einem jagdfreudigen Hund kann es dann Probleme geben. Die Morgenstunden dagegen sind entspannter, denn dann haben sich Reh, Dachs und Co. zurückgezogen.

3 Bürsten-Massage

Der Fellwechsel ist jetzt in vollem Gange. Die dünnen Sommerwollhaare fallen aus und werden durch doppelt bis dreifach so viele flaumweiche Unterwolle ersetzt. Bei kurzhaarigen Hunden mit wenig Unterwolle verhindern Sie mit täglichem Bürsten, dass Ihr Teppich einen Grauschleier bekommt und sich in jeder Ecke der Wohnung federleichte Haarbällchen verfangen. Bei langhaarigen Hunden mit viel Unterwolle verhüten Sie mit der Bürste, dass die Unterwolle verfilzt und damit die Thermoregulation nicht mehr erfüllen kann.

4 Bewegung hält warm

In der kalten Jahreszeit ist kein Schwatz unter Hundefreunden angesagt, kein lässiges Bummeln im Vertrauen, dass sich der Hund schon bewegt. Beschäftigen Sie ihn, lassen Sie ihn apportieren, suchen, gegen Sie um die Wette rennen. Sehr gut ist jetzt – nach einer Aufwärmphase – das Laufen neben dem Rad oder Pferd, das alle Muskeln arbeiten lässt. Auch Hundesport können Sie betreiben, so lange die Plätze noch geöffnet sind.

5 Kleine Aufwärmphase

Sie ziehen sich an, wenn’s nach draußen geht, die meisten Hunde gehen ungeschützt aus Zimmertemperatur in die feuchte Kälte. Gut, wenn Sie sich mit den noch aufgewärmten Muskeln gleich frei bewegen können. Wer mit dem Auto zum Gassigehen fährt oder den Vierbeiner eine Weile an der Leine hat, muss ihm eine kurze Aufwärmphase gönnen, bevor es zum Toben geht, weil die Muskeln sich im kalten Auto und beim langsamen Laufen wieder erhärten. Ganz wichtig: Badefreudige Hunde, die auch jetzt noch in jedes Gewässer springen, sollten nicht länger als fünf Minuten im kalten Wasser bleiben.

6 Die richtige Kleidung

Hundekleidung gibt es in Hülle und Fülle. Funktionskleidung, die wirklich schützt, muss man dagegen suchen. Nehmen Sie Ihren Hund mit, wenn Sie auswählen, und probieren Sie die Mäntel an. Die sollten außen wasserabweisend, innen weich und warm gefüttert sein. Der besonders gefährdete Bauchbereich muss umhüllt sein. Auch die Gelenke, die kaum behaart und dünnhäutig sind, brauchen Schutz. Empfehlenswert sind Modelle, die einen Untermantel – schön warm – und einen Außenmantel haben, die ineinander verknöpfbar sind. Dann können Sie wahlweise nur eines der Kleidungsstücke überziehen. Denken Sie auch für sich an warme Kleidung und wintergerechtes (wasserdichtes) Schuhzeug.

7 Die Schmutzabweiser

Im Auto oder vor der Haustüre liegt ein Frotteetuch bereit, das den nebel-oder regenfeuchten Hund grob trocknet. Außerdem ein Handtuch, mit dem Sie verschlammte Pfoten provisorisch säubern können. Durchgekühlte Tiere, die noch Auto fahren müssen, sollten in eine Decke gehüllt werden. Daheim gönnen Sie allen – wenn sie es wollen – ein warmes trockenes Plätzchen nach dem Spaziergang. Dort betreiben die meisten Nach-Hygiene und putzen sich noch einmal ausgiebig.

 

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Dieser Artikel ist in unserer Zeitschrift Ausgabe 11/2015 erschienen.
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