Tipps für den problemlosen Tierarztbesuch | PARTNER HUND Magazin

Tipps für den problemlosen Tierarztbesuch

Viele Hunde zittern schon auf dem Weg zur Tierarztpraxis und müssen buchstäblich ins Behandlungszimmer geschleift oder getragen werden. Das muss nicht sein, wenn Sie unsere Tipps beherzigen.
 
7 Tipps für den problemlosen Tierarztbesuch © Thomas Brodmann / animals-digital.de
7 Tipps für den problemlosen Tierarztbesuch
Von Ursula Birr
 

1 Hilfreiches Home-Training

Egal, wozu Sie Ihren Hund auffordern, ob zum „Sitz“, „Platz“ oder „Hier“: Sobald Ihr Hund die entsprechenden Sicht- oder Hörzeichen kennt, führen Sie sie nur ein einziges Mal aus. Vielleicht müssen Sie anfangs ein bisschen Geduld und Selbstbeherrschung aufbringen. Aber denken Sie dran: Ihr Hund hat genau gehört, gesehen, was Sie wünschen. Bleiben Sie also stur, aber wiederholen Sie Ihren Wunsch nicht. Gehen Sie aber auch keinen Schritt weiter. Erst wenn der Hund tut, was Sie gewünscht haben, lösen Sie die Spannung auf – durch Clicker, Lob und Jubel, ein Spiel oder eine Belohnung.

2 Zu Gast, nicht als Patient

Verabreden Sie Sprechstunden beim Tierarzt, in denen gar nichts passiert. Der Hund darf im Behandlungszimmer herumlaufen, Sie unterhalten sich freundlich mit Ihrem Tierarzt und dieser streichelt den Hund oder steckt ihm einen Leckerbissen zu. Dann gehen Sie wieder nach Hause. Ein bis zwei solcher Besuche im Jahr, bei denen der Hund nur Gast ist, reichen oft aus, um den Tierarzt in guter Erinnerung zu haben.

3 Unnütze Wartezeit

Je besser Sie vorbereitet sind, desto kürzer der Tierarztbesuch. Verabreden Sie einen Termin und halten diesen auch pünktlich ein. Nehmen Sie alle Papiere mit und sprechen Sie offen mit dem Tierarzt, der ja (hoffentlich) Ihr Vertrauen besitzt. Neigt Ihr Hund dazu, zu schnappen? Dann sagen Sie das vor der Behandlung. Haben Sie in letzter Zeit Auffälliges bemerkt? Schreiben Sie es zusammen und reden Sie drüber. Dann kann der Arzt das Tier besser einschätzen und Sie sparen sich ein unnützes Frage-und-Antwort-Spiel.

4 Das Geschäft vor der Therapie

Die vielen Gerüche im Wartezimmer und dem Behandlungsraum und die Behandlung selbst strapazieren auch gute Hundenerven. Das schlägt sich wie bei uns Menschen auf Darm und Blase. Es ist eine gute Idee, vor dem Tierarztbesuch einen schönen Spaziergang einzulegen, bei dem der Hund sich lösen kann. Passieren kann ein kleines Malheur trotzdem. Doch viele Hunde sind echt erleichtert, wenn sie sich „erleichtert“ haben.

5 Nur keine Aufregung

Ihre Spannung, Angst, Aufregung – das alles überträgt sich auf den Hund. Üben Sie also Gelassenheit, atmen Sie tief durch und bändigen Sie Ihre Nerven, dem Hund zuliebe. Je selbstsicherer und ruhiger Sie den Tierarztbesuch angehen, desto leichter machen Sie es dem Patienten.

6 Gefährliches Mitleid

Klar leiden Sie mit, wenn der Hund Angst oder Schmerzen hat, wenn er winselt oder laut jault. Aber bedauern Sie um Himmels willen jetzt Ihren Hund nicht und fangen Sie nicht an zu trösten. Das verunsichert ihn noch mehr. Bleiben Sie ruhig, machen Sie ihm klar, dass nichts passieren kann, solange Sie da sind, und assistieren Sie dem Tierarzt, so gut es geht. Wenn Sie es gar nicht ertragen können, Ihren Hund leiden zu sehen, warten Sie draußen, bis die Behandlung erfolgt ist.

7 Wichtiges Happy End

Natürlich müssen Sie mit dem Hund schnell nach Hause, wenn er frisch operiert wurde oder schwer krank ist. Doch nach einer Impfung, einem Gesundheitscheck oder einer Röntgenaufnahme sollten Sie sich die Zeit nehmen, gleich im Anschluss an die unangenehme Prozedur eine Spaßrunde einzulegen. Sicher gibt es in der Nähe einen Park, eine Hundewiese oder freies Land, wo Sie beide miteinander spielen oder um die Wette laufen können. Das verknüpft der Hund mit dem Praxisbesuch und wird beim nächsten Mal Vorfreude statt Angst empfinden.
 

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Dieser Artikel ist in unserer Zeitschrift Ausgabe 10/2015 erschienen.
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