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Mehr Sicherheit beim Welpenkauf

Züchter, Tierheim oder privat: Es gibt mehrere Möglichkeiten, zu seinem Hund zu kommen. Aber Achtung – nicht alle Angebote sind seriös.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Was heißt "reinrassig ohne Papiere"?
Soll es ein Rassehund werden, spricht viel für den Kauf beim Züchter, weil Elterntiere und Vorfahren bekannt sind und damit auch die zu erwartenden Charaktereigenschaften und Erbgesundheit. Seriöse Züchter sind in der Regel Mitglieder eines Verbandes für die jeweilige Rasse, der eigene, mehr oder minder strenge Regelungen aufstellt. Um zur Zucht zugelassen zu werden, müssen Rüde und Hündin tierärztlich untersucht und nach dem Rassestandard auf Zuchttauglichkeit geprüft werden. Nur so bekommen die Welpen ordentliche Papiere. Viele Züchter haben sich dem VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) angeschlossen und müssen besonders strenge Auflagen erfüllen. Im Schnitt kosten Welpen mit VDH-Papieren 600 bis 1.000 Euro.

Hobbyzucht oder gewerbliche Zucht?

Rechtlich gelten die meisten als Hobbyzüchter. Sie haben bis zu drei Hündinnen und können nicht von der Zucht leben. Ab der vierten Hündin ist eine Zucht gewerblich und muss behördlich genehmigt werden. Zuchtbuchführende Vereine sehen dies kritisch, da sie dem Wohl der Hunde oft nicht gerecht werden. Züchter-Adressen bekommen Sie über Verbände, den VDH oder Inserate in Fachzeitschriften.

Was heißt „reinrassig ohne Papiere“?

Wird ein Hund als „reinrassig, aber ohne Papiere“ bezeichnet, sind beide Eltern reinrassig und können einen Stammbaum haben, aber ohne Zuchtzulassung bekommen die Welpen keine Papiere. Auch hier kann es seriöse Leute geben, die ihre Elterntiere auf Krankheiten untersuchen lassen. Fragen Sie nach Gesundheitszeugnissen etc. Von Züchtern, die viele Welpen einer Rasse oder Welpen verschiedenster Rassen haben, sollten Sie die Hände lassen. Vor allem, wenn die Mutterhündin nirgends zu sehen ist. Oft werden Hündinnen nur als Wurfmaschinen missbraucht oder komplette Würfe aufgekauft. Vorsicht auch bei günstigen Angeboten in Tageszeitungen. Die Welpen stammen oft von Massenzüchtern aus Polen, Ungarn etc., wo sie ohne Kontakt zum Menschen leben und eine vernünftige Prägung nicht stattfinden kann. Von Großhändlern verschickt, werden sie dann in privaten Wohnungen verkauft. Angeblich sind sie dort aufgewachsen. Die Papiere sehen oft täuschend echt aus. Seien Sie nicht leichtgläubig, und kaufen Sie hier keinen Welpen.

Hundenachwuchs aus dem Tierheim

Wenn’s nicht unbedingt ein Rassehund mit Papieren sein muss, können Sie auch im Tierheim fündig werden. Vorteil: Die Welpen werden tierärztlich durchgecheckt, sind entwurmt, geimpft und gechipt und günstiger als beim Züchter. Die Schutzgebühr liegt in der Regel bei 120 bis 200 Euro, egal ob für einen Mischlingswelpen oder Rassehund. Auch beim Mischlingswurf in der Nachbarschaft können Sie „den Richtigen“ finden. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, versuchen Sie, etwas über die Hunde-Eltern zu erfahren, damit Sie über mögliche Eigenschaften Bescheid wissen oder Krankheiten der Welpen möglichst ausschließen können. (Marzena Fiok)

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