Goldene Regeln der Hundeerziehung - die 7 größten Erziehungsfehler | PARTNER HUND Magazin

Goldene Regeln der Hundeerziehung - die 7 größten Erziehungsfehler

Schlau in 60 Sekunden: Fehler passieren schnell. Welche das in der Hundeerziehung sind und wie Sie diese vermeiden, erfahren Sie in unserem kleinen Ratgeber.
 
Goldene Regeln der Hundeerziehung - die 7 größten Erziehungsfehler © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die 7 größten Erziehungsfehler bei der Welpenerziehung finden Sie hier.

1. Zu viele Wiederholungen

Ihr Hund ist nicht schwerhörig. Trotzdem wiederholen wir Kommandos oftmals zu häufig. Das führt dazu, dass der Hund Ihr „Hier“ schlichtweg überhört oder selbst entscheidet, wann er folgen möchte. Überprüfen Sie, warum Ihr Hund den Befehl nicht oder erst verspätet ausführt. Vielleicht haben Sie das Kommando einfach nicht intensiv genug trainiert. Gehen Sie also ein paar Schritte zurück und üben gezielt an dem einen Befehl.
 

2. Vermenschlichung

Für die meisten Menschen sind Hunde Familienmitglieder. Doch leider neigen wir immer mehr dazu, menschliche Gefühle und Verhaltensweisen auf sie zu übertragen bzw. zu glauben, dass Hunde sehr ähnlich denken. Meistens ziehen wir dabei auch noch voreilige Schlüsse. Doch Hunde sind Hunde und wollen wie diese behandelt werden. Sie nehmen ihre Umwelt anders wahr als wir. Dies sollten wir uns bewusstmachen, um gezielt auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Hunde eingehen zu können. An den natürlichen Bedürfnissen des Hundes völlig vorbei gehen beispielsweise modisch 
Schnickschnacks.
 

3. Das macht der doch mit Absicht

Ein Fehler, der häufig zu Missverständnissen führt, ist, dem Hund hinter einer Handlung eine böse Absicht zu unterstellen. Der schuldbewusste Blick, wenn Ihr Hund etwas angestellt hat, ist kein schlechtes Gewissen. Er verhält sich nur so, weil er unsere Körpersprache liest und den Ärger in der Stimme hört. Mit seinem reumütigen Blick und einer unterwürfigen Haltung möchte er uns schlichtweg beschwichtigen und freundlich stimmen.
 

4. Falsche Signale

Untereinander kommunizieren Hunde hauptsächlich über Körpersprache und Mimik. Sie nehmen Signale, die von unserem Körper ausgehen, besser an als Worte. Umso wichtiger ist es, dass Stimme und Körpersprache auch das Gleiche meinen. Rufen Sie freundlich „Hier“, beben aber innerlich vor Zorn, fuchteln wie wild mit der Leine herum oder stampfen erbost mit den Füßen auf, verwirren Sie Ihren Hund, und er wird nicht kommen. Je klarer Sie in Ihren Anweisungen sind, desto besser versteht er Sie auch.
 

5. Mangelnde Konsequenz

Um Regeln zu verstehen und auch zu befolgen, benötigen Hunde konsequentes Handeln. Der Hund muss wissen, was von ihm erwartet wird. Egal wann und wo. So lernt er, sich richtig zu verhalten. Darf er jedoch heute aufs Bett und morgen wieder nicht, lernt der Hund nur, Sie nicht ernst zu nehmen. Bereits eine Ausnahme kann ihn zum Zweifeln bringen. Bleiben Sie dabei ruhig, entspannt und zeigen Durchhaltevermögen. Konsequenz hat nichts mit Härte oder Strafe zu tun.
 

6. Gassi gehen reicht

Wer glaubt, dass morgens ein Spaziergang und abends eine Runde um den Block ausreichen, um den Hund auszulasten, irrt. Damit Ihr Vierbeiner aus lauter Langeweile und Unterforderung keinen Unfug anstellt, sollten Sie auch in den eigenen vier Wänden für Beschäftigung, z. B. Such- und Schnüffelspiele, sorgen.
 

7. Grobe Behandlung

Hunde lernen vor allem durch positive Erfahrungen. Mit Gewalt, Druck oder Härte erreicht man oft das Gegenteil. Ein Hund, der Angst vor Schmerzen haben muss, kann nicht gut lernen, er steht unter Stress. Zudem kann sich ein grober Umgang zwischen Mensch und Hund als wahrer Beziehungskiller auswirken.
 

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Fotos: 
Thomas Brodmann / animals-digital.de
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