Grundregeln für das Zusammenleben mit Hund | PARTNER HUND Magazin

Grundregeln für das Zusammenleben mit Hund

Mit unserem Verhalten senden wir permanent Botschaften an unseren Hund. Aus Unwissenheit vermitteln wir dem Tier dabei oft das Gegenteil von dem, was wir eigentlich meinen. Dabei ist die Kommunikation mit dem Vierbeiner gar nicht so schwer. Hier einige Grundregeln für das Zusammenleben von Mensch und Hund.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Ruheplatz des Hundes akzeptieren.

Hund-Mensch-Beziehung

Ein Hund kann zwar viele unserer Signale richtig deuten, doch oft vermitteln wir ihm unbewusst die falsche Botschaft und wundern uns anschließend über das "merkwürdige" Verhalten des Tieres. Oder wir interpretieren das Verhalten des Tieres falsch, was zwangsläufig zu weiteren Missverständnissen führt. Damit erst gar keine Fehlinformationen entstehen, sollten die folgenden Kommunikations-Regeln konsequent eingehalten werden. 

Die ganze Familie muss mitmachen

Vor allem für Familien gilt: Alle müssen sich dem Hund gegenüber von Anfang an gleich verhalten. Wenn der eine etwas erlaubt, was der andere verbietet, verwirrt und verunsichert das den Welpen unnötig. Er weiß zunächst nicht mehr, was er tun darf und wird sich daher das aussuchen, das ihm gefällt. Verschiedene Regeln senden außerdem die Botschaft, dass im Rudel Chaos herrscht bzw. Herrchen und Frauchen die Familie nicht im Griff haben. Das kann später zu Rangordnungsproblemen führen, weil der Hund glaubt, die Chefrolle übernehmen zu müssen.

Ruheplatz des Hundes akzeptieren

Der Schlafplatz des Hundes sollte von vornherein so gewählt werden, dass der Hund in der Nähe der Familie sein kann, aber dennoch seine Ruhe hat. Diesen Bereich sollte jeder akzeptieren und ihn dort möglichst nicht stören. Welpen sollten, wenn sie schlafen, nicht geweckt werden. Sie brauchen Schlaf für ihre Entwicklung und Ruhe vermittelt ihnen  auch Sicherheit und Vertrauen.

Tabuzonen für den Hund einrichten

Sanfte, wenig dominante Hunde werden es in der Regel nicht ausnützen, wenn sie auf die Couch oder ins Bett dürfen. Sollten Sie aber einen dominanten Hund besitzen, so lassen Sie ihn besser da, wo er hingehört: - auf seiner Decke. Sonst tanzt er Ihnen bald auf der Nase herum. Übrigens: Selbstbewusste Rassen wie Terrier oder Pinscher können recht aufsässig werden, wenn sie zu viele Privilegien genießen.

Rechtzeitig loben für erwünschtes Verhalten 

Richtig loben ist entscheidend. Freuen Sie sich mit hoher Stimme und sofort über erwünschtes Verhalten. Lob kann verbal, als Streicheleinheit oder mit Leckerchen erfolgen. Ignorieren Sie dagegen das Fehlverhalten des Hundes. Schimpfen Sie nicht! Für den Hund ist nämlich oft schon Ihre negative Aufmerksamkeit Lob genug. Beachten Sie ihn also möglichst nicht, wenn er etwas tut, was er nicht soll, wie etwa Hochspringen oder Betteln. Sonst fühlt er sich bestätigt und wiederholt das Verhalten. Drehen Sie sich einfach weg, wenn er an Ihnen hochspringt. Manchmal kann man Fehlverhalten natürlich nicht einfach übergehen. Wenn ihr Welpe z.B. im Garten buddelt, werfen sie aus einiger Entfernung etwas neben ihn, das ihn erschreckt, beispielsweise eine mit Steinchen gefüllte Dose oder etwas ähnlich Lautes. Effekt: Der Welpe wird von seiner Tätigkeit abgelenkt und verbindet den Schreck mit seinem Tun, nicht aber mit Ihnen. Mit etwas Glück lässt er es künftig bleiben. Wichtig ist natürlich auch die Erziehung des Hundes, und die beginnt schon im Welpenalter: Denn der Besitzer muss nicht nur in der Hundeschule, sondern auch im Alltag die goldenen Regeln der Hundeerziehung beachten, damit Mensch und Tier lange Spaß am Zusammenleben haben.
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